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Mel. Wer nur den lieben Gott
AAer ſtets mit rei⸗ 352 W nem Wohlge⸗ fallen der Tugend hohe Schönheit ſieht, und, frei von Stolz und Eigennutze, für alles wahre Gute glüht, wer jedem Laſter ſich entreißt, der ſammelt Schätze für den Geiſt.
2. Er trachtet nach dem höchſten Gute, nach Weis⸗ heit und Gerechtigkeit: denn wenn ihr das beſitzt, ſpricht Jeſus, iſt Alles Andre euch bereit; ihr habt dann Frie⸗ de, Seelenruh', und Alles Andre faͤllt euch zu.
3. Doch hoffe nicht, o Chriſt, daß Tugend dir ſtets auch Erdenglück verſchafft! Wie Mancher fand ſeit frü⸗ her Jugend an ihrer Seite Licht und Kraft; wie Man⸗ cher ſorgte fuͤr ſein Herz, und fühlte dennoch oft auch Schmerz.
4. Die Tugend nur, nur Herzensgüte, nur das, was innern Werth verleiht, nicht eitles Glück, nicht Macht und Schimmer beruh auf deiner Thätigkeit. Wer blos nach äußerm Glanze ſtrebt, der täuſcht ſich ſelbſt, ſo lang er lebt.
5. höchſten Zwecke den Vortheil,
den die Tugend bringt! Sei fromm! ſei fromm, wenn auch nicht immer die from⸗ me Abſicht dir gelingt! Frag
56 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
Nie mache dir zum
nicht: was bringt die That mir ein? Sie ſelbſt, o Menſch, muß Lohn dir ſeyn.
6. Doch übſt du redlich
deine Pflichten; ſo ſei ge⸗
troſt und zage nie! Dein Gott war Zeuge deiner Tu⸗ gend, und er, dein Gott , belohnet ſie. Ein Herz, von Sünd' und Laſtern rein, kann nicht auf immer elend ſeyn.
7. Ja, leb und ſterb für alles Gute; es folgt gewiß Vergeltung, einſt, und du gewinneſt noch im Tode, in⸗ dem du zu verlieren ſcheinſt! Auch Jeſus gab ſein Leben hin, und Herrlichkeit war ſein Gewinn.
8. Im Himmel dort iſt nicht nur Tugend, dort iſt auch hohe Seligkeit. Hier ſind oft beide nicht vereinet; nur droben iſt Vollkommenheit. Da ſchwingt der Edle ſich empor, der hier im Dunkeln ſich verlor.
9. Drum will ich, Gott, ſtets edel handeln, dem Mu⸗ ſter treu, das Jeſus gab! Nichts ſoll den hohen Muth mir rauben, und führt er auch ins öde Grab! Mein höchſter Wahlſpruch ſei al⸗ lein: wer chriſtlich denkt, wird ſelig ſeyn.
In voriger Melodie. α ¶☛chbn iſt die Tu⸗ 353 S9 gend, mein Verlangen, und meiner gan⸗ zen Liebe werth. Mit Kraft
aller
raft ir nzuhe Tef e Ach kum ichs, ih vi femm ſ, nuß heili ſer 72 Lett iſt de en Füle von( wigkeit; dem tand it Lich, ſi Dednung und heit, Lor Grigkei er gul, und rechti was er thut.
3 Wie ſchnell Finſerniſe nich,
auch erleuchtet b.
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gefällt, bald d
vendienſt, o We 4. Ich Arm.
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veiht? 5. Unwandel, Wiütheit, Herr., Aöe SDe
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mache nein Erke „6. Oide te Seele 3es ülde ſe, daß i


