252 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
thu, zu der Zeit, da ich ſoll; und was ich alſo thu, Herr, das gerathe wohl!
3. Hilf, daß ich rede ſtets, womit ich kann beſtehen; laß kein unnützes Wort aus mei⸗ nem Munde gehen! Wenn aber Amt und Pflicht zu re⸗ den mir gebeut, dann gib den Worten Kraft, doch ohne Bitterkeit!
4. Gerath ich in Gefahr, ſo laß mich nicht verzagen: gib wahren Chriſtenmuth, das Kreuz hilf ſelber tragen! Gib, daß ich meinem Feind mit Sanftmuth überwind'’, und ſende Hülf und Rath, wenn ſie mir nöthig ſind.
5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Eintracht le⸗ ben, ſo weit es chriſtlich iſt! Willſt du mir etwas geben an Reichthum, Ehr' und Glück: ſo gib auch dieß dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht ſtolz, noch ſicher ſei!
6. Soll ich in dieſer Welt mein Leben höher bringen; durch manchen ſauren Tritt hindurch ins Alter dringen; ſo gib nur, daß ich ſtets ein frommes Herz bewahr, auf daß ich tragen mag mit Eh⸗ ren graues Haar!
7. Laß mich auf Chriſti Tod getroſt von hinnen ſchei⸗ den; die Seele nimm zu dir, hinauf zu deinen Freuden; es ruhe ſanft der Leib in ſei⸗ ner ſtillen Gruft, bis ihn
dein Allmachtswort ins neue
Leben ruft!
8. Wenn alle Todten dann auf dein Gebot erwachen, ſo wird auch meinen Staub dein Ruf lebendig machen. Dann führe mich verklärt in deinen Himmel ein, und laß mich ſelig dort mit allen Frommen ſeyn!
Was mein Gott will
Mel.
2* ft klagt dein 39— 1 Heerz, wie ſchwer es ſei, den Weg des
„Herrn zu wandeln, und täg⸗
lich, ſeinem Worte treu, zu denken und zu handeln. Wahr iſts, die Tugend koſtet Müh', ſie iſt der Sieg der Lüſte; doch richte ſelbſt, was wäre ſie, wenn ſie nicht kämpfen müßte?
2. Die, die ſich ihrer La⸗ ſter freun, Schmerz hienieden? Sie ſind die Sclaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüſte dampft, hat oft auch ſeine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwan⸗ delt ſich in Freuden.
3. Des Laſters Bahn iſt Anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein ſein Fortgang wird Gefahr, ſein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad iſt Anfangs ſteil, laͤßt nichts als Mühe blicken; doch weiter fort
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