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ſieht; dann bin ich ähnlich dem, der einſt die Welt aus Liebe ſchuf, aus Liebe noch erhält.
3. Wenn ich auf ſeine Weisheit achte, die nicht dem kleinſten ſeiner Werke fehlt; wenn ich den edlen Zweck betrachte, zu dem er ſtets die beſten Mittel wählt, und ſelbſt mit Weisheit hand⸗ le, ſo wie er; dann werd ich meinem Vorbild ähnlicher.
4. Wenn ich mit immer re⸗
gem Triebe das Böſe haſſe, das mich elend macht, und
als mein Glück das Gute lie⸗
be, wie ſinnenreizend auch das Laſter lacht; und in Ge⸗ fahr mein Herz ſich nie ver⸗ gißt: dann gleich ich dem, der rein und heilig iſt.
5. Wenn ich, um Tugend auszubreiten, Verdienſten helfe, lohne Fleiß und Treu '; wenn ich, zur Beßrung ihn zu leiten, den Frevler ſtrafe; ſelbſt das Unrecht ſcheu: dann gleich ich dem, der mit Ge⸗ rechtigkeit belohnt und ſtraft, ſo gern ſein Herz verzeiht.
6. Wenn ich durch Täu⸗ ſchung nie betruͤge, die Wahrheit ehre, Feind der Falſchheit bin, mein Wort nie breche, niemals lüge, und brächt' es mir auch einer Welt Gewinn: dann gleich ich dem, der es auf⸗ richtig meint, und ſtets es
iſt, dem großen Wahrheits⸗
freund.
248 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
7. Wenn ich mich Leiden⸗ der erbarme mit brüderli⸗ chem, liebevollem Sinn: nicht ſtolz erſt frage, ob der Arme es werth ſei, daß ich ſein Erretter bin, dann gleich ich dem, der ewig gutig iſt, und keines Menſchen, kei⸗ nes Wurms vergißt.
8. So ſei, dir ähnlicher zu werden, du hohes Urbild der Vollkommenheit, mein höch⸗
ſtes Ziel ſchon hier auf Er⸗
den, mein Ziel, zu welchem einſt in Ewigkeit mit höhrer Kraft mein Geiſt zu dringen ſtrebt, ob er ſich gleich nie ganz zu ihm erhebt.
Mel. Freu' dich ſehr, o meine
ommt und laßt 244 K uns Chriſti Leh⸗ ren, laßt uns, was er uns verheißt, Wahrheit Gottes von ihm hören, hören, wen er ſelig preiſt! Die im Glau⸗
ben feſt beſtehn, freudig Got⸗
tes Wege gehn, den Erlöſer frei bekennen, dürfen ſich die Seinen nennen.
2. Selig, wer in Demuth lebet, ſeiner Schwachheit nie vergißt, nie ſich ſelbſt voll Stolz erhebet, wenn er groß und glücklich iſt! Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Himmelreich iſt ſein. Gott wird Heil und ew'ges Leben ihm zum Lohn der Tu⸗ gend geben.
3. Selig iſt, wer ſeine Sünde wehmuthsvoll vor
Gott
Encde ind, ſit
Sünden ſcheut.
Vm die Schuld ve 15 Guten Krc foh in Geiſ ſ
lden, ſoll e glückich werden
4. Selig ſf muth übet, men Feinde fluct; g gunz vergieet, zu rchen ſucht; pfücht vollbring eignes Herz beyr
ait iber ihn und ihn reich achen.
5. Selig,
verlangen, bei u Zw ſeyn, welat
ten hangen, n Guten Schein richt mehr beg iſte Tugend wird ihr Venl
ſee mit höhrer g.
6. Selig ſß
ᷓ lig ſi


