234 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
wenn mich Feinde haſſen, niemals mich verlaſſen.
5. Lockt nur, Gold und Schätze! Ehre ſei der Götze
der betrognen Welt! Mich
ſollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhält. Elend, Noth und Schmach und Tod ſoll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jeſu ſchei⸗ den.
6. Weicht, verbotne Liebe! Weicht, der Wolluſi Triebe! Thoren lockt nur ihr. Mich ſollt ihr, ihr Suͤnden, nim⸗ mer willig finden; fliehet fern von mir! Ueppigkeit, Geiz, Schmaähſucht, Neid, ihr beſchweret das Gewiſſen; euch will ich nicht wiſſen.
7. Weichet Sorg' und Za⸗ gen! Schweichet, bange Kla⸗ gen! Jeſus iſt ja mein. Je⸗ den, der ihn liebet, muß, was erſt betruͤbet, noch zu⸗ letzt erfreun. Hab ich hie ſelbſt Noth und Müh; Je⸗ ſu, auch im bängſten Leide bleibſt du meine Freude.
Mel. Wie wohliſt mir, d Freund 32 5 Auf dich, Erlöſer,
ſtets zu ſehen, ſo wie du warſt, geſinnt zu
ſeyn, der Tugend Weg dir nach zu gehen, der Brüder
Gluͤck ſich ganz zu weihn,
haſt du den Deinen, die dich lieben, als Pflicht aus Liebe vorgeſchrieben; wie dringend iſt ſie, Herr, wie ſüß! Wenn
jeder Menſch nach deinem Bilde ſo eifrig ſeine Pflicht erfüllte, die Erde waͤr' ein Paradies.
2. Entflammt war deine
ganze Seele von reinſter Lie⸗ be gegen Gott, war ſeinem heiligen Befehle gehorſam bis zum Kreuzestod. Du ſuchteſt nur des Vaters Eh⸗ re; im Tempel ward ſie deine Lehre, und was dem Heilig⸗ ſten gefällt. Den Schöpfer aller Kreaturen verkündigteſt du auf den Fluren als Va⸗ ter, der die Welt erhält.
3. Wie eifrig warſt du, ſeinen Willen, als Bürger und als Unterthan, als Sohn, als Bruder zu er⸗ füllen, auf deiner ganzen Lebensbahn! als Freund, wie zärtlich gegen Freunde! Verfolgt, wie duldend ge⸗ gen Feinde! Für Aller Wohl ſchlug deine Bruſt. Die Menſchen troͤſten und er⸗ quicken, erfreuen, heilen und beglücken, war dein Geſchäaft, war deine Luſt.
4. Tief rührte dich die Noth der Sünder: Wie ſorgſam gingſt du ihnen nach! Wie viele wurden Gottes Kinder, wenn rüh⸗ rend deine Liebe ſprach! Du kämpfteſt, Wahrheit zu ver⸗ breiten, und Alle zu dem
Heil zu leiten, das nicht mit Welt und Zeit vergeht. Ent⸗ zogſt du matt dich dem Ge⸗
tümmel, da war die Einſam⸗ eit
heit dein
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heil en


