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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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216 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

Ringet nach dem Himmel⸗

reich! Strebet, beilig hier auf Erden, ſtrebet, dort zu werden!

2. Doch ſoll dieſes recht geſchehen, ſo müßt ihr mit feſtem Muth jeder Sunde widerſtehen; nur was Gott, das höchſte Gut, von euch fordert, muß allein eures Lebens Richtſchnur ſeyn; es mag eurem ſchwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen.

3. Selig, wer im Glau⸗ ben kämpfet, ſelig, wer im Kampf beſteht, wer des Flei⸗ ſches Lüſte dampfet, und den Reiz der Welt verſchmäht! O, ſo ſtrebt dem Guten nach, ſeht dabei auf Chriſti Schmach! Wer den Him⸗ mel will ererben, muß erſt ſeinen Sünden ſterben.

4. Werdet ihr nicht ſtand⸗ haft ringen, ſondern träg und läſſig ſeyn, eure Nei⸗ gung zu bezwingen: wie kann euch der Sieg erfreun? Ohne tapfern Streit im Krieg fol⸗ get nie Triumph und Sieg.

Nur den Sieger ſchmückt,

zum Lohne ſeines Kampfs, die Himmelskrone. 5. Sich voll Leichtſinn ſtets zerſtreuen, thun, was Fleiſch und Welt uns heißt, und den Kampf der Lüſte ſcheuen, iſt der Welt, nicht Chriſti Geiſt. Wer ihn haben will, der kann auf der Tugend rauhen Bahn nicht im ſichern Stolze

ſelig

leben, und den Lüſten ſich ergeben.

6. Brünſtig beten, allzeit wachen, die Verſuchung weislich fliehn, ſich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt ſich be⸗ mühn, ſelbſt beim Spott und Hohn der Welt das zu thun, was Gott gefällt: dies nur wollen und voll⸗ bringen, heißet: nach dem Himmel ringen.

7. Drum entreißet euch den Lüſten, die ihr noch ge⸗ feſſelt ſeid, und beweiſet euch, als Chriſten, muthig und getroſt im Streit! Schont der liebſten Neigung nicht; uͤbet auch die ſchwerſte Pflicht Denket oft an Chriſti Worte: dringet durch die enge Pforte!

8. Zittern muß ich vor der Sünde, und auf Jeſu Vor⸗ bild ſehn! Suchen will ich, daß ich finde, was mein Glück einſt wird erhöhn! Fehl ich, o ſo gehe nicht, Richter, mit mir ins Ge⸗ richt! Gib mir deines Gei⸗ ſtes Waffen, meine Seligkeit zu ſchaffen!

9. Gib zum Wollen das Vollbringen! Gib mir Muth und Kraft zum Streit! Lehre mich mit Ernſt bezwingen, Alles, was mein Herz ent⸗ weiht! Zeige mir von dei⸗ nem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe und empor zum

Mel.

Himmel dringe!

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