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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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In voriger Melodie.

och leb ich. Ob 261 N ich morgen le⸗ be, ob dieſen Abend, weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebe, und treu erfülle meine Pflicht! Dann bin ich, ruft er mich noch heut, zu meiner Rechen⸗ ſchaft bereit.

2. Am Morgen blüͤht und glaͤnzt die Blume, und fällt oft ſchon am Abend ab. So ſinkt mit ſeinem Glück und Ruhme der Menſch, oft eh ers' denkt, ins Grab; und Seele, du mißbrauchſt ſo leicht ein Leben, das ſo ſchnell entfleucht?

3. Entziehe dich dem Welt⸗ getümmel hier iſt der Kampf, dort iſt die Ruh'. Auf! ſtreb und ringe nach dem Himmel, eil deiner beßren Heimath zu! Wie bald verfließt der Prüfung Zeit, und dann, dann kommt die Ewigkei! 4. Verſchiebe niemals dei⸗ ne Pflichten. Was du zu thun jetzt ſchuldig biſt, das eile heute zu verrichten; wer weiß, obs morgen möglich iſt? Nur dieſer Augenblick iſt dein; der nächſte wirds vielleicht nicht ſeyn.

5. O Gott , verleihe mir die Gnade, führ du mich ſelbſt durch deine Kraft der

Tugend ebne, ſichre Pfade, erhalte mich gewiſſenhaft und

immer treu in dem Beruf,

Unſterblichkeit und Vergeltung.

zu dem mich deine Liebe ſchuf!

6. dann wird mir jeder Theil des Lebens ein Segen für die Ewigkeit; ich lebe dann hier nicht vergebens, und nütze redlich meine Zeit, und ſeh, mit dir ergebnem Sinn, auf Tod und Grab und Zukunft hin.

In voriger Melodie.

1(er weiß, wie 262 W bald in tiefer Stille die Stunde meines Abſchieds ſchlägt, wie bald man meines Geiſtes Hülle zu meinen Vätern ſchlafen legt? Wer weiß, ach, wer beſtimmt die Zeit des Ein⸗ tritts in die Ewigkeit?

2. Du weißt es, Gott, der meine Tage ſchon längſt mit Weisheit niederſchrieb, du, der im Gluͤck und unter Plage mein liebevoller Vater blieb. Von dir der mir den

Odem gab, hängt auch mein

letzter Odem ab.

3. Vielleicht in wenig Augenblicken rückt ſchon das große Ziel heran, wo ich nicht Andre mehr beglücken, nicht an mir ſelbſt mehr beſ⸗ ſern kann. Wie bald, wie ſchnell erſcheint die Nacht, die meinem Thun ein Ende macht 4. Vielleicht iſt dies der letzte Arme, der kläglich mich um Hülfe fleht. Wenn ich mich heute nicht erbarme,

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