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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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Heiligung.

tig bei, daß ich Gott ergeben ſei: o ſo wird mein Herz auf Erden ſchon ein Tempel Got⸗ tes werden

2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir

hege, deine Wahrheit mich erfreun! Lenke kraͤftig mei⸗ nen Sinn auf mein wahres Wohlſeyn hin Lehrſt du mich, was recht iſt, wählen, werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über Alles treu meinen Gott und Va⸗ ter liebe, daß mir nichts ſo wichtig ſei, als in ſeiner Huld zu ſtehn! Seinen Na⸗ men zu erhöhn, ſeinen Wil⸗ len zu wollbringen, müͤſſe mir durch dich gelingen! ma. Starke mich, ſo oft zur Suͤnde mein Gemuth verſu⸗ chet wird, daß ſie mich nicht uͤberwinde Hab ich irgend mich verirrt) o ſo ruhre du

mein Herz, daß ich unter

Reu' und Schmerz mich vor Gott darüber beuge, und

mein Herz zur Beßrung nei⸗ el offerse an 18

95. Reize mich, mit Flehn

und Beten, wenn mir Hülfe nöthig iſt, zu dem Vater hin⸗ zutreten, egib, daß ich auf Jeſum Chriſt, als auf mei⸗ nen Mittler, ſchau, und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad' um Gnad' auf mein Verlan⸗ gen von dem Vater zu em⸗

pfangen!

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6. Stehe mir in allen Lei⸗ den ſtets mit deinem Troſte bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Fuührung folgſam ſei! Gib mir ein gelaßnes Herz; laß mich ſelbſt im Todesſchmerz, bis zum frohen Ueberwinden, deines Geiſtes Traſt empfinden!

Mel. Wer nur den lieben Gott

19 6 O großer Gott, du reines We⸗ ſen, du haſt nur reine Her⸗ zen dir zu deiner Wohnung auserleſen: ach, ſchaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das unbefleckt und frei von allen böſen Luͤſten ſei!

2. Laß, guter Vater, mein Gemüthe der ſteten Beſſe erung ſich weihn; dein Geiſt ver⸗ mehr des Herzens Güte, ſo werd ich Jeſu Schuler ſeyn. Dann fühl ich hier ſchon in der Zeit der Tugend Werth und Seligkeit.

3. Dein guter Geiſt, o Gott, regiere mein ganzes Herz, und ſtehe mir in mei⸗ ner Schwachheit bei, und führe mich von der Eitel⸗ keit zu dir! Gib einen Geiſt der dir getreu und willig zu gehorchen ſei!

4. Entzieh mir Schwa⸗ chen, wann ich fehle, nur deine Vaterliebe nicht, und gib, damit ich Gutes wähle, mir deines Geiſtes Kraft und Licht. Im Kampfe laß ni