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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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112 Mel. Befiehl du deine Wege

(Nu, deſſen Augen 1 60 D's floſſen, ſobald ſſie Zion ſahn, zur Frevelthat

entſchloſſen, ſich ſeinem Falle nahn; wo iſt das Thal, die Höhle, die, Jeſu, dich ver⸗ birgt? Verfolger ſeiner Seele,

habt ihr ihn ſchon erwürgt?

2. Welch jammervolles Klagen ſeufzt in Gethſemane ! Wer iſt der Mann der Pla⸗ gen, der langſam Sterbende? Iſt Jeſus das, der Beſte, den je die Erde ſah? Er fühlt der Qualen größte! Er iſt dem Tode nah!

3. Ach, wie er tief im Staube, bedeckt mit Angſt⸗ ſchweiß, liegt, mit dem Ge⸗ fühl ſein Glaube im Kampfe dennoch ſiegt! Schon kommt der Mörder Rotte, die kein Erbarmen rührt, die ihn zu Hohn und Spotte, ihn, ach, zum Kreuze fuhrt.

4. Sein Volk im bittern Grimme erweicht ſein An⸗ blick nicht, nicht fremden Mitleids Stimme, die von dem Richtſtuhl ſpricht: er iſt ihr Hohngelächter: ſie drohn mit wildem Ton: Auf uns, auf Söhn' und Töchter, komm feines Blutes Lohn!

5. Zur fernen Schädelſtät⸗ te trägt er ſein Kreuz hinan. Sie kreuz'gen ihn! O bete, mein Geiſt, mit Wehmuth an. Noch höhnt in frechen Mienen das Jolk des Dul⸗ ders Schmerz. Er ruft:

Werke und Wohlthaten Gottes.

vergib es ihnen! Vergebend

bricht ſein Herz.

6. Es bricht, und ſchwer von Kummer ſinkt auf die Bruſt zur Ruh ſein Haupt; nun ſchließt der Schlummer ſein müdes Auge zu. Am Kreuze ruht die Hülle, der Geiſt ſchwebt ſanft entrückt zu Gott, wo ihn die Fülle des hohen Lohns erquickt.

7. O Freund der Men⸗ ſchenkinder, wir danken dir gerührt! Dein Leiden hat uns Sünder zu großem Gluͤck geführt! Dich ehre unſer Glaube, Anbetung ſei dein Dank; hör' ihn, vernimm vom Staube den ſchwachen Lobgeſang.

Mel. Werde munter, mein

er am Kreuz iſt 161 D meine Libbe! Meine Lieb' iſt Jeſus Chriſt . Weich von mir, des Eitlen Liebe, Alles, was nicht ewig iſt! Was du gibſt, iſt nicht von Gott ; und, womit du lohnſt, iſt Tod! Der am Kreuz iſt meine Liebe, dem ich tren zu ſeyn mich uübe. 2. Der am Kreuz iſt meine Liebe! Frevler, was befrem⸗ dets dich, daß ich Jeſum Chriſtum liebe? Jeſus gab ſich ſelbſt fur mich; ſollt ich nicht ſein eigen ſein, mich ganz ſeinem Dienſte weihn? Der am Kreuz iſt meine Lie⸗ be, dem ich treu zu ſeyn mich

3. Der

übe.

3 Dran Kre giebel Sünde, d verich Seh n ich der hetrube, d an Keuz erblaf fir ſ nirie 6 beſece er mein an Kreuz iſt u⸗

4 Der am d giebe Was ikuir

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Got verzeiht durc ir. de am Kr 5 Der am Kre⸗ Kertaauen! Nic⸗

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keines Lodes C von dir mich, Nicht Gewalt,

richt Ruhm. 1 kein Fürſtenthun will ih lebend u

kend dr! Dich ſchauen!

I 6. Der am Kreli

ſ(ebe⸗ Konm,

üiſt men pruhl wie en Staub,

wir ind, mein Geſſ

men Da, 8