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mir ſchade? Du biſt mein Schild; o Gott ; von mei⸗ nem Haupte fällt kein Haar, und drohte mir von allen die
ſchrecklichſte Gefahr.
Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund größten
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158 8 Sterbenden zu ſehen, ſchwing dich, mein Geiſt, auf Golgatha, wo man des Mittlers Kreuz er⸗ höhen, den Weltbeglücker bluten ſah! Erwäg an die⸗ ſem heil'gen Orte des ſterben⸗ den Erlöſers Worte und rufe Gott um Glauben an: ſie können dir den Troſt im Le⸗ ben und einſt den Troſt im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr tröſten kann.
2. Geduldig bei den größ⸗ ten Schmerzen nimmt er ſich ſeiner Feinde an und ruft mit ſanftmuthsvollem Herzen: ſie wiſſen nicht, was ſie gethan! Der göttliche, der größte Beter fleht liebreich noch für Miſſethäter, Werkzeuge ſeiner
Pein und Schmach. Menſch,
wenn dich Rach' und Zorn verführen, laß dich durch die⸗ ſes Beiſpiel rüͤhren, und bete deinem Heiland nach.
3. Welch Beiſpiel kindlich⸗
frommer Triebe, als unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Juünger ſeiner Liebe die Mutter ſterbend noch em⸗ pfahl! Ach! wird mein Aug'
einſt um die Meinen in mei⸗
Werke und Wohlthaten Gottes.
nen letzten Stunden weinen: ſo ſoll dieß Wort mir Troſt verleihn. Der, als der Tod ſchon um ihn ſchwebte, die Seinen noch zu ſchützen ſtreb⸗ te, wird auch der Meinen Pfleger ſeyn.
4. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hört, was zu dem gebeug⸗ ten Schächer der Mund der Liebe ſterbend ſpricht: du wirſt, ſo ruft er ihm ent⸗ gegen, noch heute, deines Glanbens wegen, mit mir im Paradieſe ſein! O Herr, laß an des Todes Pforte einſt dieſe troſtesvollen Wor⸗ te mich auch im letzten Kampf erfreun!
5. Wer kann die hohen Lei⸗ den faſſen, als Chriſtus an dem Kreuze rief: mein Gott, wie haſt du mich verlaſſen! Wie beuget ihn die Laſt ſo tief, die freche Suͤnder auf ihn brachten! Vor Angſt und Pein müßt' er verſchmachten, wär Gott nicht ſeine Zuver⸗ ſicht. Herr, der für mich zum Tod gegangen, fuͤr mich verlaſſen da gehangen, o Herr, mein Troſt, verlaß mich nicht!
6. Der Herr des Himmels und der Erde, von allem Labſal jetzt entblößt, wünſcht,
daß ſein Durſt geſtillet werde.
O Menſch, der dich ſo theu'r erlöſt, der Heiland rufet dich noch heute im Armen, den
an deire Seite
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