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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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und Eigenſchaftn.. 9

zu dir ſind alle Dinge; gib

daß ich dir mich ſelbſt zum

Opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt re⸗ gierſt, ſo ſei mirs g'nug, daß du mich ſelig führſt.

7. Einſt wirſt du mich mir naͤher offenbaren, einſt werd ich mehr von deinem Rath erfahren, wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt.

8. Drum hilf, daß ich mit

Ehrfurcht vor dir wandle;

in allem Thun nach deinem Willen handle: zufrieden ſei, wie du mich hier regierſt, bis du mich einſt zu deinem Himmel fuͤhrſt.

9. Dann werd' ich dich im hellern Lichte ſehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhoͤhen! Herr! du biſt groß, und zeigſt es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath.

In eigener Melodie. ott iſt mein Lied! Er iſt der Gott der Stärke; groß iſt ſein Nam', und groß ſind ſeine Werke

und alle Himmel ſein Ge⸗

biet.

2. Er will und ſprichts; ſo ſind und leben Welten. und er gebeut; ſo fallen

durch ſein Schelten die Him⸗

mel wieder in ihr Nichts. 3. Licht iſt ſein Kleid, und ſeine Wahl das Beſte. Er

herrſcht als Gott, und ſei⸗ nes Thrones Feſte iſt Wahr⸗ heit und Gerechtigkeit.

4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott , und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer iſt dir gleich?

5. Was iſt und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott , und ſeiner Werke Heere ſind ewig vor ihm offenbar.

6. Er iſt um mich, ſchafft,

daß ich ſicher ruhe; er ſchafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforſchet mich und dich. 7. Er iſt dir nah, du ſitzeſt oder geheſt. Ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöheſt; ſo iſt er allenthalben da.

8. Er kennt mein Flehn

und allen Rath der Seele.

Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt mir gnädig beizuſtehn.

9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, ſchrieb auf ſein Buch, wie lang ich leben ſollte, da ich noch un⸗ bereitet war.

10. Nichts, nichts iſt mein, das Gott nicht angehöore. Herr! immerdar ſoll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde ſeyn!

11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern faſſen? Ein jeder Staub, den du haſt werden laſſen, verkuͤndigt ſeines Schoͤpfers Macht.

3 12. Der