18 Das Gebet des Herrn.
Sende bald deinen Sohn, unſeren Herrn, daß er dem Reich der Finſternis ein Ende mache und dein heiliges und herrliches Reich aufrichte.
Dein Wille geſchehe auf Erden wie im Himmel: Damit wir in dein himmliſches Reich kommen können, gieb uns Willigkeit und Kraft, deinen Willen zu thun und ähnlich zu werden den reinen Geiſtern im Himmel, denen es Seligkeit iſt, deinen heiligen Willen zu voll⸗ bringen. Gieb uns auch Willigkeit und Kraft, nach deinem Willen zu leiden, wie es not thut zu unſrer Läuterung und Bewährung.
Unſer täglich Brot gieb uns heute: So lange wir noch im Leibe wallen, laß deine Güte alle Morgen über uns neu werden und gieb uns, was zu unſres Leibes Notdurft gehört, denn wir ſind von Erde, und es iſt aus mit uns, wenn du uns das Brot verſagſt, das keine Menſchenkunſt uns ſchaffen kann. Stärke uns aber auch täglich neu das Vertrauen zu deiner väterlichen Güte und Treue, daß nicht Sorgen ums Zeitliche unſer Herz verfinſtern.
Vergieb uns unſre Schulden, wie wir vergeben unſern Schuldigern: Wir bekennen und tragen Leid, daß wir deiner reichen Güte im Leiblichen und im Geiſtlichen nicht wert ſind, weil wir ſo viele Schulden auf uns haben und immer neue Schulden auf uns laden, durch Entheiligung deines Namens, durch Gleichgültig⸗ keit gegen dein Reich, durch Ungehorſam, Undank
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