14 Bitte um die Gabe des Gebets.
Gemüt mit dem Lichte deiner Gnade und reinige meine Lippen durch das himmliſche Feuer deines Geiſtes. Erhöre mein Gebet und laß es dir wohlgefallen, wenn ich meine Hände zu dir auf⸗ hebe! Erwecke in mir einen heiligen Durſt nach deiner Gnade und laß mich deine Herr— lichkeit im Glauben ſehen, wenn mein eigenes Elend mich niederbeugt und meine Augen mit Thränen füllt.
Ach Herr, der du die Herzen kenneſt und prüfeſt, du weißt, wie unbeſtändig menſchliche Gemüter ſind, viel beweglicher als die Welle des Meeres. Befeſtige ſelbſt meine Seele und nimm von mir den zerſtreuten Sinn, daß ich nicht durch mancherlei Gedanken hin und her beweget werde. Regiere du das Schifflein meines Herzens mit dem Hauche deines Geiſtes und bezwinge den Sturm, daß es ruhig in mir werde, um dich ohne Hinderniſſe anzuſchauen und in himmliſcher Stille mit dir vereinigt zu bleiben. Führe mich in die Einſamkeit, wo ich die Welt vergeſſe und du dich mir offenbareſt. Erneure Herz, Sinn und Ge⸗ müt und entferne durch deine Gnade alles, was die Liebe zu dir hindert, jegliche Neigung des ſündlichen Willens und des Unglaubens. Laß mein Gemüt eine? Wohnung deines heiligen Geiſtes ſein, daß ich dich anrufe, dich lobe und dir danke, und ein Zeugnis meiner Kindſchaft empfange. Erfülle mich mit Liebe, Troſt und Stärke; gieb mir den Frieden, der von dir kommt; die An⸗
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