Für Sterbende.
417
vergeht, Gleichwie Rauch und Staub verweht.
5. Drum begehr ich nicht zu leben, Hier in dieſer Welt zu ſchweben. Jeſu, laß bei dir mich ſein, So venähmiuden Angſt und Pein.
6. Gehe hin, du Weltgetüm⸗ mel, Weil mein Wandel ſteht
gen Himmel. Gern ſcheid ich von
Gut und Geld, Fahre hin, falſche Welt!
du
Mel. Wenn mein Stündlein.
679. Der⸗ Trennung Schmerz
liegt ſchwer auf mir, Gott ruft mich von den Meinen. Das Herz erbebt, doch hoffen wir, Uns wieder zu vereinen. Drum nah ich mit der Frage mich Zu dir, mein Vater, werde ich Dieſl Teuern wiederfinden?
2. Da macht mir Gottes Wort
es kund, Dies Wort aus Himmels⸗ höhen: Nie reißt, nie bricht der Liebe Bund, Du wirſt ſie wieder⸗ ſehen! Die F Feummom trennt nicht Grab, nicht Tod, Der Heiland wird zum orgenrot, Zum Licht vereint ſie führen.
3. Der Freund ſieht ſeine Freunde dann An Gottes Throne wieder, Die Gattin trifft den Gatten an, Der Bruder ſeine Brüder. Die Mutter ſieht, um⸗ armt ihr Kind, Denn alle from⸗ men Seelen ſind In Gottes
Stadt beiſammen.
4. Zum Berge Zion kommen wir, Zu Gottes Stadt dort oben. Dort ſtehen Engel, Herr, vor dir, Sie 4— an, ſie loben. Vereint mit ihnen werden wir, Im hell⸗
Als
gen Ch Jore, Herr, vor dir
ſſelge Geiſter ſtehen.
5. Dann ſchaun wir Gottes An⸗ geſicht, Getrocknet ſind die Thränen. Komm, ſüßer Tod, führ mich zum Licht, Erfüll mein heißes Sehnen,
Und führe mir die Meinen nach,
Damit wir dort vereint den Tag Des ewgen Lebens ſchauen.
6. Drum laßt uns hier ſchon Hand in Hand Auf Gottes Wegen gehen, Damit wir einſt im Vater⸗ land Uns freudig wiederſehen. Wie wird's uns ſein, wenn wir uns ſehn, Wenn wir uns froh entgegen gehn, Und Freudenthranen weinen! Eigne Melodie.
680. Heden Hin mun fülens auf, Die
Zeit eilt mir zum Ende; Vollendet hab ich meinen Lauf, Nimm mich
in deine Hände. Hab g'nug gelitten, Mich müd geſtritten, Schick mich
fein zu zur ewgen Ruh, Laß fahren, was auf Erden, Will
lieber ſelig werden. 2. Wie du mir, Herr, befohlen haſt, Trag ich in wahrem Glauben Das Krenz dir nach, die ſanfte Laſt, Dich 1 oll mir niemand rau⸗ ben. Hoff zu beſtehen, Will friſch eingehen Vom Thränenthal zum Freudenſaal, Laß fahren, was auf Erden, Will lieber ſelig werden. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon, In Frieden zu dir fah⸗ ren, Befiehl mich Chriſto, deinem Sohn, Der wird mich wohl be⸗ wahren, Wird mich recht führen, Im Himmel zieren Mit Ehr und Kron; fahr nun davon, Laß fahren, was auf Erden, Will lie⸗ ber ſelig werden. 27


