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Neujahrslieder.
Hirt Seiner Herde, und die Erde ſieht voll Freuden Gott ſelbſt ſeine Herde weiden.
2. Der Gottheit Fülle wohnt in dir, Durch dich, mein Heil, kommt Gott zu mir Und ſchenkt mir ſeine Liebe. Wie dank ich dir, wie preif ich dich? Du wirſt mir gleich, ein Menſch, wie ich, Daß ich nicht hülflos bliebe. Dank⸗ voll, Herr, ſoll Mein Gemüte deine Güte hoch erheben; Du, mein Heiland, biſt mein Leben.
3. Es deckte Finſternis die Welt, Du haſt die finſtre Welt erhellt, Des freuen ſich die From⸗ men. Vom Aufgang bis zum Niedergang Erſchallt der Völker Lobgeſang, Die anzubeten kommen. Wie blind, Herr, ſind, Die dich haſſen, ſich nicht laſſen Gott be⸗ lehren, Sich zum Vater zu bekehren.
4. Ein Herz, das deine Wahr⸗ heit, liebt, Und ſich dir willig übergiebt, Das kannſt du nicht verſchmähen. Wer ſeine Hoff⸗ nung auf dich ſetzt, Und ſich in deinem Wort ergötzt, Der ſoll dich ſelbſt einſt ſehen. Dein Licht Iſt nicht Bei dem Sünder, deine
Kinder ſind die Frommen, Welche gläubig zu dir kommen.
5. Mein Glaube ſei mein Dank⸗ altar, Hier bring ich mich zum Opfer dar, Dir, der Verlaſſnen Tröſter. Ich bete dich in Demut an; Wer iſt, der mich verdammen kann? Ich bin ja dein Erlöſter.
Von dir Strömt mir Gnaden⸗ atun
fülle; Ruh und Stille, Licht und Segen Find ich, Herr, auf deinen Wegen.
6. Dir will ich ewig dankbar mi
ſein, Mich gläubig deiner Liebe freun Und immer dein gedenken. Mein Weihrauch ſei Gebet und Flehn; Hin auf dein Beiſpiel will ich ſehn, Wenn hier mich Leiden kränken. Hab ich Wenig Gold im Leben hinzugeben! voll Erbarmen Dien ich, wie ich kann, den Armen.
7. Verſichre mich durch deinen Geiſt, Daß du für mich erhöhet ſeiſt, Den Himmel mir zu geben. Bin ich nur meines Heils gewiß,
Soll keine Macht der Finſternis
Mich hindern, dir zu leben. Für mich Kann ich Nichts vollbringen; hilf mir ringen, Freund der Seelen,
Ich will deinen Ruhm erzählen,
4. Neujahrslieder.
Mel. Jeſu, meiner Seelen Ruh. 57 N enſchen, unſer Leben . eilt, Immer eilt es unverweilt, Als im Flug eilt es da⸗ von, Und bald iſt es ganz entflohn. 2. Unachtſam auf ſeine Pflicht Merket dies der Jüngling nicht, Sieht vor ſich ein fernes Ziel, Rechnet noch der Jahre viel.
3. Ihm dehnt ſich die kurze Zeit Aus zur langen Ewigkeit, Aber ſchaut der Greis zurück, Dünkt ſie ihm ein Augenblick.
4. Leicht entflieht ein Morgen⸗ n
traum, Leicht zerſchmilzt des Waſ⸗ ſers Schaum, Steigend noch zer⸗ geht der Rauch: So iſt unſer Leben auch.
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