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Chriſtfeſtlieder.
4. Ich lag in tiefer Todesnacht, Du wurdeſt meine Sonne, Die mir im Herzen angefacht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die des Glaubens Licht In meinem Herzen aufgericht't, Wie ſchön ſind deine Strahlen!
5. Mit Freuden blick ich auf dich hin, Und kann nicht ſatt mich ſehen, Doch nimmer wird mein blöder Sinn Dein Weſen ganz verſtehen. O daß mein Geiſt ein Abgrund wär, Und meine Seel ein tiefes Meer, Daß ich dich möchte faſſen!
6. Wenn bitterlich mein Herze weint, Und keinen Troſt kann finden, Dann rufſt du mir:„Ich bin dein Freund, Ich tilge deine Sünden! Was trauerſt du in deinem Sinn, Da ich dein Bruder worden bin, Die Kindſchaft dir zu geben?“
7. So hoff ich denn, du wer⸗ deſt mir Dies Eine nicht verſagen: Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. In mir ſoll deine Wohnung ſein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden.
Mel. Jeſu, meine Freude. 53 Neſus iſt gekommen! Dan⸗ d ket ihm, ihr Frommen, Dankt ihm, daß er kam, Daß er hier auf Erden, Unſer Heil zu werden, Seine Wohnung nahm. Menſch, wie wir, erſchien er hier, Um des Vaters gnädgen Willen An uns zu erfüllen. 2. Laßt uns niederfallen, Dan⸗ ken, daß er allen Freund und Bruder iſt. Gott auf ſeinem Throne
Liebt uns in dem Sohne, Hilft durch Jeſum Chriſt. Welch ein
Heil, an Chriſto teil, Teil an ſeines Geiſtes Gaben, An Gott
ſelbſt zu haben!
3. Keine Macht der Sünden Wird uns überwinden, Er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Bö⸗ ſen Gänzlich unserlöſen, Hier ſteht er uns bei. Unſer Freund, mit Goti ih vereint, Wird uns immer Hülfe in ſenden, Daß wir ſiegreich enden.
4. Auf dem Richterthrone Wer⸗ den wir im Sohne Unſern Retter ſchaun. Heil und ewig Leben Wird
er allen geben, Die ihm feſt ver⸗ Ne traun. Er ward hier verſucht, wie gt wir, Drum wird er der Schwachheit ſchonen, Und aus Gnaden lohnen.
Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten.
5 4 Was in der heilgen Nacht
erklang Aus ſelger Das ſei auch
Geiſter Heer, Gott in der
unſer Lobgeſang: Höh ſei Ehr!:“
2. Von aller Welt erſchalle dir, O Jeſu, Dank und Lob! Dich,
unſern Retter, preiſen wir, Der
uns vom Staub erhob.:;:
3. Du ſprachſt zur Finſternis: entweich! Da floh des Irrtums
Nacht. Du haſt das lichte Gottes⸗ reich In Herz und Welt gebracht.:
4. Nun bürgen Sorge ſelbſt und Schmerz Für unſrer Kind⸗
ſchaft Recht; Zum Vater hebt ſich
unſer Herz, Wir ſind ja ſein Geſchlecht.: 5. Dank dir, daß du uns Brüder
nennſt! Darauf ruht unſer Heil;
Wen du als Bruder anerkennſt, Hat ewig an dir teil.:,:


