18 Adventslieder.
frei, Dir in meiner Glaubens⸗ bahn Selig bleibe zugethan.
9. Laß mich, wenn du Lebens⸗ fürſt Herrlich wiederkommen wirſt, Freudig dir entgegen gehn, Und gerecht vor dir beſtehn.
Mel. Werde munter, mein Gemüte. 28 Marum willſt du draußen ſtehen, Du Geſegne⸗ ter des Herrn? Laß dir, zu mir einzugehen Wohlgefallen, du mein Stern. Du, mein Jeſu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o Jeſu, meinem Herzen Von den Wunden, die mich ſchmerzen.
2. Meine Wunden hat geſchla⸗ gen Das Geſetz mit ſeinem Fluch, Und es bringt mich zum Verzagen Auch des Teufels Lug und Trug, Der mir Gottes Gnad abſagt, Mich bei Tag und Nacht verklagt, Und alſo mein Herz zerſchläget, Daß ſich all mein Blut beweget.
3. Will ich dann mein Elend lindern, Und erleichtern meine Not Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich nur in neue Not. Da iſt Freude, die betrübt, Troſt, der nicht Erquickung giebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Falſche Freunde, die mein lachen.
4. In der Welt iſt alles nichtig, Nichts iſt, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die iſt flüchtig, Hab ich Reichtum, was iſts mehr, Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Luſt, was iſt ſie wert? Was iſt, das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet?
5. Aller Troſt und alle Freude Ruht in dir, Herr Jeſu Chriſt!
Dein Erfreuen iſt die Weide, Wo
man immer fröhlich iſt. Leuchte
du, o Freudenlicht, Eh mein armes u Herz mir bricht, Laß an dir es
ſich erquicken! Jeſu, komm, laß dich erblicken!
6. Freu dich, Herz, du biſt er⸗
höret, Denn er ziehet bei dir ein. Sein Gang iſt zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen ſein Und bereite dich ihm zu, Gieb dich ganz zu ſeiner Ruh, Offne ihm Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle.
7. Nun haſt du ein ſüßes Le⸗ ben: Alles, was du willſt, iſt dein. Chriſtus, der ſich dir gegeben,
Läßt dich reich durch Gnade ſein.
Seine Gnad iſt deine Kron, Und dein Heil ſein ſchönſter Lohn. Innig hält er dich umſchloſſen, Nennt dich ſeinen Reichsgenoſſen.
8. Seines Himmels goldne
Decke Spannt der Heiland um
dich her, Daß dich fort nicht mehr erſchrecke
zur Seite, wenn du dich Hier willſt, oder dorthin wenden, Tra⸗ gen dich auf ihren Händen.
9. Was du Böſes haſt be⸗
gangen, Das iſt alles abgeſchafft; Gottes Liebe Deiner Sünden Macht und Kraft.
Chriſti Sieg behält das Feld, Und
was Böſes in der Welt Sich will
wider dich erregen, Wird zu lauter
Glück und Segen.
10. Alles dient zu deinem From: men, Was dir bös und ſchädlich ſek
ſcheint, Weil dich Chriſtus ange⸗
nommen, Und es treulich mit dir
meint. Bleibſt du ihm nur wie⸗
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e Deiner Feinde großes Heer. Seine Engel ſtellen ſich Ddir 4
nimmt gefangen
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