Druckschrift 
Schatzkästchen enthaltend biblische Betrachtungen mit erbaulichen Liedern auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit / von Johannes Gossner ; stenotypirt von Karl Tauchnitz in Leipzig
Einzelbild herunterladen

euch erquicken. Wer ſoll verzagen, der Herr iſt hier und will ſtaͤrken; der Allvermoͤgende, Allgenugſame ruft dir; war⸗ um willſt du nicht zu ihm kommen? warum lieber in deinem Unvermoͤgen liegen bleiben, da der Allvermoͤgende dir ſeine Hand reicht? Ergreife ſie, und du biſt ſtark, und du kannſt Alles in dem, der dich maͤchtig macht. Wer darf ſich mit ſeiner Schwachheit entſchuldigen? da der Herr, der Allge⸗ nugſame, ihm Kraft genug anbietet. Ja, wer ihm vertraut, iſt er gleich nur ein Wurm im Staube, der kann ſich doch wie ein Adler erheben, in der Kraft des Herrn. Mel. 19. Theures Wort. Oder: Liebſter Jeſu, du wirſt kommen.

1. O wer giebt mir Adlersflügel, um mit losgerißnem Zügel Muth, Begierden, Sinn und Herz aufzuführen himmelwärts? Ach, wenn wird das Jahr anfangen, da zur Freiheit wird gelangen Jeſu freigekaufte Schaar, die ſo lang gefangen war?

2. Längſt ſollt ich ſein aufgeflogen; oft hat Jeſus mich gezogen, mir geöffnet mein Geſicht, um zu ſehn das helle Licht, das ſich in der Seele ſpiegelt, die mit Glaub' und Lieb' geflügelt, Jeſu Wunden frei und los ſich erwählt zum Felſenſchloß.

3. Ja, ich weiß noch wohl die Stunden, da ich von mir losge⸗ bunden, dacht', ich wär' dem Netz entrückt und in Jeſu Herz ent⸗ zückt. Ich ſah' Händ' und Seite offen, woraus Lebenswaſſer troffen; fühlte da des Geiſtes Pfand und der zartſten Liebe Brand.

4. Alles wollt' ich willig wagen, Jeſu Schmach mit Freuden tragen, und durch tauſend Ungemach, Tod und Höll', ihm folgen nach. Doch wie bald ſank mein Gefieder kraftlos und verſenget nieder. Meine Trägheit und Untreu' find' ich alle Stunden neu.

5. Doch du biſt der treue Hirte, der verlorne und verirrte Schafe ſucht und Lämmer trägt; du haſt mir zum Pfand gelegt deine Treu', und mirs verſchrieben, daß du mich willſt ewig lieben, daß die täglich neue Schuld nie ſoll brechen deine Huld. F. A. Lampe.

.

5. 5. Januar.

Meine Seele verlanget und ſehnet ſich nach den Vorhöfen des Herrn.(Pf. 84, 3.) Es dürſtet meine Seele

gekoſtet Durſt u

und ſch

b rach di trockener ſelbſt ſe

gern ch

Wer

und zud

in gläub Ehre, d

da nahe bald es Ehred richt he baͤrmlich hüſen außer i ßer Seh d finde ſie nicht ſehnen Thüre, wird ih

und ver

1. do blinden

die zud

Laß des

2. E zun zu