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Schatzkästchen enthaltend biblische Betrachtungen mit erbaulichen Liedern auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit / von Johannes Gossner ; stenotypirt von Karl Tauchnitz in Leipzig
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nd ſchlafen, eſ⸗ uns Alles thun wiglich! Amen. lich, o Heil der ꝛc.

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2. 2. Januar.

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der da iſt, der da war, und der da kommt, der Allmächtige.(Offenb. 1, 8.)

Iſt Jeſus A und O, Anfang und Ende, ſo laß ihn nicht nur dein A, laß ihn auch dein O ſein. Fange nicht nur mit Jeſus an, ende, vollende auch mit ihm; oder, laß ihn voll enden, was er in dir angefangen hat. Viele bleiben beim A ſtehen, begnuͤgen ſich mit den Anfangsgruͤnden, mit den erſten Buchſtaben des Chriſtenthums, mit den erſten Ruͤhrungen, oder gar nur mit guten Vorſaͤtzen, mit welchen, wie die Alten ſagten, die Hoͤlle gepflaſtert iſt. Die Fortſetzung, die ernſte Uebung der Gottſeligkeit unterbleibt.(1 Tim. 4, 8. 2 Tim. 3, 5.) Wie will es zum O, zum Ende kommen, wenn man beim Anfange ſchon ſitzen bleibt. Man muß aber doch auch das A nicht uͤberſpringen, und nicht zum Ende eilen wollen, ehe man das A recht gelernet, ehe man einen guten Grund gelegt und einen rechten Anfang in und mit Chriſto gemacht hat.(1 Cor. 3, 11.) Jeſus kuͤndigt ſich nicht umſonſt als A und O an. Er will Alles in dir ſein. Wo er einmal A ſagt, da will er auch O ſagen; wo er anfaͤngt, da will er es auch zum Siege hinaus fuͤhren. Sein A iſt Pfand, daß er uns auch O ſein wolle. Glaube! ſei getroſt, und wage es.

Mel. 78. Meinen Jeſum laß ich nicht.

1. A und O! Immanuel! Auferſtehung, Wahrheit, Leben! Heil und Troſt für Iſrael! Seligkeit kannſt du nur geben. Wer dich hat, der hat mit dir einen Himmel für und für.

2. Du, der Seele höchſtes Gut und ihr Eden hier auf Erden, du giebſt Fried' und Freud' und Muth; o wer wollte traurig werden? Wohl verborgen, doch nicht fern biſt du, ſchöner Morgenſtern.

3. Du biſt unſer Lebensbaum; der uns trägt viel Himmelsfrüchte; unter deſſen Schattenraum wird uns alle Qual zunichte. Alle Kreu⸗ zeshitze weicht, wo er uns die Kühlung reicht.

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