370 Evantgzeliſche Lieder
lauffen ſpat und fruͤh, zu er⸗ retten aus der dein mich, dein armes chafele
Alle deine 35 lihkeit, deine hobeit, deine pracht, haſt du ſchlecht, ohn mich, geachtt, wollteſt arm ſeyn in der zeit, gabſt dich ſel lbſt in hohn t un nd ſpott;, mir zu helſen aus der noth.
Du verlieſſeſt deinen thron und das ewae konig⸗ keich, wurdeſt einem hirten gleich; daß du moͤchteſt dei⸗ nen lon on, meine ſeele, neh⸗ men hin, dir zu einer koͤnigin.
Ueber dieſes iſt bekannt, wie du, due den bittern tod, willjg ubergabe ſt GOtt deine ſeel, zum u nterpfand, daß dir mein', als eine braut, wuͤrd in ewi igkeit ver⸗ kralnlk.
iWel denn alles diß ge⸗
chehn, ſüßß ſer IEſu! und du 85 mehr geljebet haſt, als dich: ey, ſo laß mich doch auch ſehn dieſen hochge⸗ wuͤnſchten tag, da ich es ge⸗ nie ſen Mag.
Laß mich in dein reich hi ein! laß mich höoren dei 85 gruß, laß mich haben dei⸗ nen kuß! laß mich, Liebſter! ewig ſeyn deine treue die⸗ nerin, deine braut und koͤ⸗
nigin. 624. Nun nimm mein herz, und alles, was ich bin, von
mir zu dir, mein liebſter IE⸗ ſu! hin: ich will nur d mi it leis 9 ſeäle, ſeyn mein
h nein; saun ſen ttt GOtt und Troff, i in alle. noth, ſollſt mich dir einper⸗ leiben, und ewger Braͤnt⸗ gam bleiben.
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625. Mo mein Schat liegt, iſ mein herze; was ich 4 leb, da lebe ich; woesl cht
iſt, brennt die kerze des ve langens brunſtiglich. Kan das ſchwere* der erden ſt hon nicht leicht gezogen
vwerden; iehet doch ſein lebs⸗ magnet alles/ was Ihn nahe geht.
JESu, aler leben? be⸗ ben iſt doch nichts ſo ſtarr und hart, dem du nicht kanſt mar me geben, daß es welbe
lind und zart, wenn es nur 1 ſich dir vertrauet und auf dich im glauben ſchauet. Solltſt du mich nicht weg von mit ziehen koͤnnen din zu dir?
So ſin d ich den un rſprung
wieder, leb in goͤttlicher na⸗ r nit hts zeucht mehr zur erden nieder die vereu creatur. Leib und ſeel uaj
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