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nach, ihr Chriſten alle! ver⸗ laͤugnet euch, verlaßt die welt, folgt meinem ruff und ſchale; nehmt euer ereutz und ungemach auf euch /ſolgt meinem wandel nach.
Ich bin das Licht, ich leucht euch fuͤr mit heilgem tugend⸗leben; wer zu mir komint und folget mir, darf nicht im finſtein ſchweben: Ich bin der Weg, ich weiſe wohl, wie man wahrhaftig wandeln ſoll.
Mein herz iſt voll demuͤ⸗ thigkeit, voll liebe meine ſeele, mein mund der ſleußt zu jederzeit von ſuſſem ſanft⸗ muths⸗öle, mein geiſt, ge⸗ muͤthe, kraft und ſinn iſt GOtt ergeben; ſchaut auf ihn.
Ich zeig euch das, was ſchaͤdlich iſt, zu fliehen und zu meiden, und euer herz von arger liſt zu reingen und zu ſcheiden. Ich bin der ſeelen Felſen⸗Hort, und fuͤhr euch zu der himmels⸗pfort.
Fallt euchs zu ſchwer; ich geh voran, ich ſteh euch an der ſeite, ich kaͤmpfe ſelbſt, ich brech die bahn, bin alles in dem ſtreite. Ein boͤſer knecht, der ſtill darf ſtehn, wenn er den feld⸗ herrn ſteht angehn.
Wer ſeine ſeel zu finden meint, wird ſie ohn' mich verlieren; wer ſie hier zu verlieren ſcheint, wird ſie in 6Ott einfuhren; wer
Evangeliſche Lieder nicht ſein ereutz nimmt und
folgt mir, iſt mein nicht werth und meiner zier. „So laßt uns denn dem lieben HErrn mit leib und ſeel nachgehen, und wohl⸗ gemuth, getroſt und gern bey Ihm im leiden ſtehen! Denn wer nicht treu iſt, traͤgt die kron des ewgen lebens nicht davon.
614.
Err JESul! du ſtellſt ſelber dich zum vorbild wahrer liebe: verleih, daß⸗ dem zu folge, ich die lieb am naͤchſten ube, daß ich in al⸗ lem, wo ich kan, lieb, treu und huͤlfe jedermann, wie ichs mir wunſch, erweiſe.
615.
oollt du bey GOtt dein wohnung han und ſei⸗
nen himmel erben; behall nur ſtets auf ſeiner bahn, mit Chriſto muſt du ſterben. Du muſt dein herz(es gilt kein'n ſcherz) in GOiles gunſt verſenken; dein haat und gut, auch leib und blut, gaͤnzlich dem Vatel ſchen⸗
ken. Ohm alle furcht und wei⸗ biſch art muſt du dich fut Ihn halten, Ihn frey beken⸗ nen ungeſpait, und Ihn un laſſen walten: greißs tapfer
muſt doch dran kehl an, du muſt doch 5
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