mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür sorgen, daß mein Geist dem Sünden⸗ elend sich entreißt.
7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Sün⸗ dendienst befreit, und leite mich selbst auf dem Pfade der christlichen Rechtschaf⸗ fenheit! Wie selig bin ich dann schon hier; wie glück⸗ lich einst, mein Gott, bei dir!
In voriger Melodie. — Jein Herz, er⸗ 712 M j dich zum Preise des Gottes, der dein Vater ist! Bedenke, auf wie viele Weise du ihm zum Dank verpflichtet bist. Bring' ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar.
2 Herr, deine Hand ist immer offen, zu geben, was mir nuͤtzlich ist. Und doch bin ich oft schwach im Hof⸗ fen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott, wie wenig bin ich's werth, daß mir noch Hülfe widerfährt.
3. Unendlich groß i dein Erbarmen. Nur wohl zu thun bist du gewohnt. D'rum wird auch mir, mein Gott, mir Armen, von dir nicht nach Verdienst ge⸗ lohnt. Noch immer steßt
mir deine Treu' mit Segen, Trost und Hülfe bei.
4. Du bist es, der in mei⸗ nen Sorgen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch für mich verborgen, nach meinem Wahn zu lang verweilt, so kommst du, eh' ich mich's versehn, und hilfst mir und erhörst mein Fleh'n.
5. Du wählst und wirkest stets das Beste. Und wenn auch meine Noth sich häuft, so steht durch dich mein Wohl doch feste. Wenn mich das Elend ganz er⸗ greift, so legt sich dein Er⸗ barmen drein, mich vom Verderben zu befrei'n.
6. Du bist mein Heil! Mein ganz Gemüthe ist dei⸗ nes Ruhms, mein Retter, voll. O könnt' ich deine große Güte doch so erhe⸗ ben, wie ich soll! Doch meine Kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie schwach ich bin!
7. Und hätt' ich auch viel tausend Zungen, so würde deines Wohlthuns Preis nie würdig g'nug von mir be⸗ sungen, auch bei dem aller⸗ größten Fleiß. Denn mehr,
st Herr, als ich rühmen kann,
hat deine Huld an mir ge⸗ than.
8. Jedoch, du siehst mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Redlichkeit; und hörest selbst das sonee al⸗


