wirst du, Herr! nur die erheben, die im Glauben heilig leben.
Mel. Schon ist der Tag von Gott 29 erechter Gott,
vor dein Ge⸗ richt muß alle Welt sich stellen; du wirst in ihrem Angesicht auch mir mein Ur⸗ theil fällen. O! laß mich jede Suͤnde scheun, und hier mit Ernst beflissen seyn, vor dir einst zu bestehen.
2. Du siehst von deinem hohen Thron herab auf dei⸗ ne Kinder, bestimmest jedem seinen Lohn, dem Frommen und dem Sünder. Nicht siehst du die Personen an; — das 2 was wir gethan, fiehst du, gerechter Richter.—
3. Das Vorgefühl der Seligkeit gibst du schon hier den Frommen; du schützest sie vor manchem Leid, in das die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlge⸗ fällt, den man der Tugend widmet.
„4. Du liebst, was recht ist, Herr! und gut, du bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufge⸗ nommen. Sein Tugendfleiß gefällt dir wohl, ist er gleich nicht so, wie er soll, ganz heilig, ganz vollkommen.
und Eigenschaften.
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5. Doch dem, der dich o Gott! nicht scheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Gesetz und Recht ent⸗ weiht, bist du ein strenger Rächer. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewis⸗ sensmartern sind sein Lohn oft schon in diesem Leben.
6. Bleibt hier viel Böses ungestraft, viel Gutes unbe⸗ lohnet: so kommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Sünders schonet. Da zeigest du im hellsten Licht, wie recht und billig dein Gericht; dann triumphirt der Fromme.
7. Gerechter Gott! laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben; verleihe mir die Kraft dazu, es willig auszuüben! Regt sich die Sünde noch in mir, so stärke mich die Furcht vor dir, daß ich sie überwinde!
Treue und Wahrhaftig⸗ keit Gottes.
Mel. Wer nur den lie en Gott 30 Nose baß du dein Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott! verletzt. Du hältst getreu, was du versprochen, voll⸗ führst, was du dir vorgesetzt. Wenn Erd' und Himmel auch vergebn, wird ewig noch dein Wort bestehn. 2. Du bist kein Mensch/
daß dich gereue, was uns dein


