Druckschrift 
Der himmlische Palmgarten des Wilhelm Nacatenus S.J. : nach dem lat. und deutschen Original bearbeitet, zum Gebrauche bequemer geordnet und mit vielen Pflanzen aus dem Paradiese der Kirche bereichert / von Theodor Wollersheim, Pastor zu Jüchen. Mit Erzbischöfl. Approbation
Entstehung
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Die großen Tagzeiten für die Verstorbenen. 587

Selig ist, den Du erwählt hast und aufnimmst; er wird wohnen in Deinen Vorhöfen.

Wir werden gesättigt werden mit den Gütern Deines Hauses; heilig ist Dein Lene wunderbar durch Gerechtigkeit.

Erhöre uns, o Gott, unser Heiland, Du Hoffnung aller Länder der Erde und auf dem Meere dort ferne.

Du setzest fest die Berge in Deiner Kraft, umgürtet mit Macht; Du wühlest auf den Grund des Meeres und den Schaum seiner Wogen.

Es beben die Völker, und es fürchten sich die Erdbewohner vor Deinen Zeichen; Du machst den Al geng und den Nieder gang 1 locken.

Du suchtest die Erde heim und tränktest sie; Du hast ihre Segensfülle vermehrt.

Gottes Strom ist gefüllt mit Wasser; Du bereitest ihre Speise; denn also ist die Einrichtung der Erde.

Tränke ihre Bächlein, segne ihre Fruchtkeime; an ihren Tröpflein labt sie sich und sprosset.

Du segnest die Krone des Jahres voll des Ueberflusses.

Es werden fett die Auen der Wüste, und mit Jubel umgürten sich die Hügel.

Es kleiden sich die Widder und Schafe, und die Thäler haben Ueberfluß an Weizen; Alles jauchzet und singet Preisgesang.

O Herr, gib ihnen die ewige Ruhe u. s. w.

Ant. Erhöre, o Herr, mein Gebet; zu Dir kommt alles Fleisch.

Pfsalm 62. O Gott, mein Gott u. s. w., S. 561.

Psalm 66. Gott sei uns gnädig u. s. w., S. 561.

Ant. Mich hat aufgenommen Deine Rechte, o Herr.

Lobgesang des Königs Ezechias.(Isaias 38.)

Ich sprach: In der Mitte meiner Tage soll ich gehen zu den Pforten des Todtenreiches!

Ich suche den Ueberrest meiner Jahre; ich sprach: Ich werde nicht schauen den Herrn meinen Gott im Lande der Lebendigen.

Nicht weiter werde ich Menschen sehen und die Bewohner des ruhi⸗ gen Landes.

Mein Leben ist von mir genommen und zusammengewickelt wie ein Zelt der Hirten.

Abgeschnitten, wie vom Weber, ist mein Leben; da ich kaum begon⸗ nen, schneidet er mich ab: vom Morgen bis Abend und Du machst mir ein Ende.

Ich hoffte auf den Morgen; aber wie ein Löwe zerbricht er mir all' meine Gebeine.

Von Morgen bis Abend und Du machst mir ein Ende; wie eine junge Schwalbe schrie ich, ich seufzte wie eine Taube.

Meine Augen wurden schwach vor Schauen in die Höhe.

Herr, ich leide gewaltig, nimm Dich meiner an; doch, was sage ich? was soll Er Sich meiner annehmen, da Er's ja schon gethan hat?

Ich will vor Dir alle meine Jahre überdenken in der Bitterkeit mei⸗ ner Seele.

Herr, wenn ich so lebe und in Solchem das Leben meines Geistes ist, so strafe mich und rufe mich in's Leben.

einer Güte; und Deine Felder werden

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