Druckschrift 
Der himmlische Palmgarten des Wilhelm Nacatenus S.J. : nach dem lat. und deutschen Original bearbeitet, zum Gebrauche bequemer geordnet und mit vielen Pflanzen aus dem Paradiese der Kirche bereichert / von Theodor Wollersheim, Pastor zu Jüchen. Mit Erzbischöfl. Approbation
Entstehung
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Die großen Tagzeiten für die Verstorbenen.

Herz. Sie haben die Nacht in Tag verwar idelt, und na ch der r Finsterniß hoffe ich wieder Licht. Wenn ich ausha ist doch das Grab! mein Haus, und in der Finsterniß habe ich mein Bettle n gemacht. Zur Fäulniß sprach ich: mein Vater bist du! zu den Würmern: Mutter und Schwester

seid ihr mir! Wo ist also nun mein Harren, und wer achtet auf meine Ged 3

R. n ich täglich sündigte und nicht Buße that, so beängstigt mich die Furcht des Todes, denn in der Hölle ist keine Erlösung; erbarme Dich meiner, o Gott, und errette mich. V. O Gott, in Deinem Namen hilf mir, und in Deiner Kraft erlöse mich. Denn in der Hölle

ist keine Erlösung: erbarme Dich meiner, o Gott, und errette mich. Achte Lection.(Job 19.)

An meiner Haut hängt mein Gebein, weil verzehrt ist das Fleisch, und nur die Lippen um meine Zähne sind übrig geblieben. Erbarmet euch meiner, erbarmet euch meiner, wenigste ns, ihr, meine Freunde; denn die Hand des Herrn hat mich getroffen. Warum verfo lget ihr mich, wie Gott, und ersättiget euch von Fleische? Wer gibt mir, daß meine Worte geschrieben werden? bt mir, daß sie in einem Buche gezeichnet werden mit eiserne und auf Täflein von Blei, oder eingehauen werden mit dem Meißel in Felsen? Denn ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und ich werde am jüngsten Tage von der Erde auferstehen, und wieder umgeben wer i iner Haut und in mei⸗ nem Fleische meinen Gott schauen. Ich selbst werde Ihn Zehen, und meine Augen werden Ihn anschauen, und kein Anderer. Diese meine Hoffnung ruhet in meinem Busen.

R. Herr, richte mich nicht nach meinem Thun: denn ich habe nichts gethan, was würdig wäre vor Deinem Angesichte: darum flehe ich Deine Majestät an: Du, o Gott, wollest austilge n meine Missethat. Wasche mich mehr und mehr, o Herr, von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde. Du, o Gott, wollest austilgen meine Missethat.

Neunte Lection.(Job 10.)

Warum hast du mich vom Mutterleibe ausgeführt? Ach, daß ich um⸗ gekommen wäre und mich nie ein Auge gesehen hätte! Dann wäre ich wie nie gewesen, vom Mutterleibe zum Grabe gebracht. Wird meiner Tage geringe Zahl nicht bald zu Ende sein? Darum laß mich doch, daß ich beklage ein wenig meinen Schme rz, ehedem ich hingehe, und nicht wiederkehre, in's finstere Land, das mit Todesschatten überdeckt ist, in's Land des Jammers und der Finsterniß, wo Schatten des Todes und keine Ordnung ist, sondern ewiger Schrecken wohnt.

R. Befreie mich, o Herr, vom ewigen Tode an jenem schreckenvollen Tage:* Wann die Himmel erschüttert werden und die Erde:* Wann Du kommen wirst, die Welt zu richten durch Feuer. V. Zittern er⸗ greift mich und Furcht ob der ki gen Zerstörung und des kommen⸗ den Hens Wann die Himmel erschüttert werde en und die Erde.

V. O des Tages, des Tages des Zornes, des Tages voll Jammer und Elend, des großen und überaus bittern 2 ges! Wann Du kommen wirst, die Welt zu richten durch Feuer. V. O Herr, gib ihnen die