Druckschrift 
Der himmlische Palmgarten des Wilhelm Nacatenus S.J. : nach dem lat. und deutschen Original bearbeitet, zum Gebrauche bequemer geordnet und mit vielen Pflanzen aus dem Paradiese der Kirche bereichert / von Theodor Wollersheim, Pastor zu Jüchen. Mit Erzbischöfl. Approbation
Entstehung
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Die großen Tagzeiten für die Verstorbenen. 579

Dein Herz? Du suchest ihn heim am früher jeden Augenblick. Wie lange noch mich meinen Speichel verschlingen?

Dir thuen, o Menschen⸗Hüter?

Morgen, und prüfest ihn schonest Du mich nicht, und lässest Ich habe gesündigt; 208 kann ich Warum setzest Du mich zum Gegner

Dir, so daß ich mir selbst zur Last bin? Warum nimmst Du meine Sünden nicht hinweg, und warum vergibst Du nicht ne Missethat? Siehe, nun werde ich schlafen im Staube, und wenn morgen mich suchest, bin ich nicht mehr.

R. Ich glaube, daß mein Er lebt: und ich werde am

Tage von der Erde auferstehen;* Und ich werde in meinen Gott meinen Heiland schauen. V. Ich selbst werde Ihn se kein Anderer, und meine Augen werden Ihn anschauen. Und ich in meinem Fleische Gott meinen Heiland schauen.

Zweite Lection.(Job 10.)

2

Es ekelt meiner Seele an meinem Leben; ich will auslassen V mich meine Rede, will reden in der Bi i l sprechen zu Gott: verdamme l ige mir an, warum Du mich so strafest? Scheint es Dir gut, mich zu verleumden, und mich, das Werk Deiner Hände, zu unterdrücken, und aufzuhelfen dem Anschlage der

Gottlosen? Hast Du denn fleischl liche 7 25 7 oder siehst 28 auch, wie

meiner Seele. Ich

ein Nast sieht? Sind Deine Tage, 2 85 ines 1 und Deine Jahre, wie der Menschen auch einer Missetha fragest, und 1 Sünk stꝰ Daß

daß ich nichts entreißen kann?

R. Der Du den schon verwesenden Lazarus wecket:» Du, o Herr, gib ihnen die Ruhe und den Ort der nung. V. Du kommen wirst, zu richten Todten und durch Feuer. Du, 5 und den Ort Versöhnung?

Versöh⸗ die Lebendige n und die

i o Herr, gib ihnen die Ruhe

Dritte Lection.(Job 10.)

2 1

Deine Hände haben mich gemacht und mich ganz um und um ge⸗ bildet; und Du stürzest mich so plötzlich hinab? Gedenke doch, daß Du mich wie Thon geformt hast, und in Staub mich wandeln wirst. Hast Du mich nicht wie Milch gemolken, und wie Käse innen lassen? Mit Haut und Fleisch Du mich bekleidet: mit Gebeinen und mich zusammengefügt. Leben und Barmherzigkeit schenkest Deine 8 3 meinen Geist.

R. Herr, wann Du kommen wirst, die Erde zu richten, wo werde ich mich verbergen vor Deinem Zorne? Denn gar lehre 1 ich gefündigt

n

Sehnen

Du mir, und

in meinem Leben. V. Ich zittere wegen meiner Vergehungen, und erröthe vor Dir: wenn Du kommen wirst zu richten, dann 5 ab mich nicht.

Denn gar sehr habe ich gesündigt in meinem Leben. R. O Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Denn gar sehr habe ich gesün! in meinem Leben.