412 353. Lieder über Gericht und Ewigkeit.
38. Wie wird mir sein, wenn Engelharfen tönen Und sanft ich ruh' in meines Hirten Schooß, Wenn ausgeweint sind alle meine Thränen, Und ich nun ganz von Erdenfesseln los! Wie wird mir sein, o du mein Herr und Gott, Wenn nicht mehr schrecken Sünde, Höll' und Tod!
4. Wie wird mir sein, wenn ich sie wieder sehe, Die Theuren alle, die ich hier geliebt, Wenn ich mit ihnen in des Heilands Nähe Lobsingend steh', von Trennung nie betrübt! Wie wird mir sein! O Freuden ohne Zahl, Ihr strömet Licht ins dunkle Erdenthal!
5. Ja, unaussprechlich sind die sel'gen Freuden, Die dort der Herr mir einst bereiten wird. Drum will ich harren, stille sein und leiden, Bis mich nach kurzem Streit der treue Hirt Aus Gnaden führt zum ew'gen Frieden ein! Mein Herr, mein Gott, wie wird alsdann mir sein!
Eman. Christ. Gottl. Langbecker.
Anmerkung zu Nr. 217.
Da die 5. Zeile des Liedes Nr. 121 eine Silbe mehr hat als die 5. Zeile von Nr. 217, so müssen beim Singen die beiden Silben „Schulden-“(Nr. 121) für die entsprechende Silbe„-freu-“(Nr. 217) in eine halbe Note zusammengezogen werden.


