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330. Lieder über Tod und Grab.
Daheim ist's gut! Am treuen Vaterherzen Vergißt das Kind die ausgestandne Noth,
Freut sich des Heils im lichten Morgenroth Der Ewigkeit nach überwundnen Schmerzen.
Daheim ist's gut! Da wehen Friedenspalmen Uns süße Kühlung zu nach heißem Streit; Besieget ist nun alles Pilgerleid,
Nach Angstgeschrei ertönen Siegespsalmen.
„Daheim ist's gut! Da schmückt die Siegeskrone
Aus Gottes Hand des treuen Kämpfers Haupt, Und wer geliebt, gehofft und fromm geglaubt, Bringt Preis und Dank in hohem Jubeltone.
„Daheim ist's gut! Daheim im Vaterschooße
Find' ich die Meinigen von Gott verklärt, Die ich voll Schmerz im Pilgerland entbehrt Und lang beweint an ihrer Gräber Moose.
„Daheim ist's gut! Da singt in Engelchören
Der Erdensohn sein hohes Wonnelied, Da soll er ewig als ein theures Glied Dem höhern Bund der Geister angehören.
„Daheim ist's gut! Drum laßt uns freudig ziehen
Durch Noth und Tod ins ew'ge Heimatland! Getrost hinan! Nach kurzem Pilgerstand Wird es für uns erblühn und nie verblühen.
Joh. Heinr. Karl Hengstenberg.
Otto Müller.


