380 325.
Lieder über Tod und Grab.
325. Mel. 348: Nach einer Prüfung kurzer Tage.
1. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe, Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, Und finde hier kein solches Erbe,
Das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann!
2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Wie bald kann eine Blum' verblühn! Drum mache du mich stets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit!
3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält; Dem Einen wird das Scheiden herbe, Sanft geht ein Andrer aus der Welt. Doch, wie du willst,— gib nur dabei, Daß ich wohl zubereitet sei!
4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe 9 Und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe Und Jesus mich zum Leben weckt, Mag's nahe, mag es ferne sein, Die Erd' ist allenthalben dein.
5. Nun, treuer Vater, wenn ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! . Denn, bin ich nur dein Kind und Erbe 1 Und hab' ich Jesum nur bei mir, 1 So gilt's mir gleich und geht mir wohl, 4 Wann, wo und wie ich sterben soll. Benj. Schmolc


