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Gesangbuch für die evangelisch-reformirte Kirche des Kantons Zürich / hrsg. von der Zürcherischen Kirchensynode
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Geist des Vaters und des Sohnes, komm hernieder und vollende das Werk der Gnade an ihren Seelen. Leite fie in alle Wahrheit und bleibe bei ihnen in Gwigkeit, daß fie dem Herren leben und dem Herren sterben, eingedenk ihrer himmlischen Berufung. Erneuere aber auch in uns Allen das Gedächtniß der feierlichen Stunde, da wir also betend vor Gott, unserm Herrn, fstanden, daß wir Alle innerlich ge­stärkt und erbanet hinweg gehen, einen guten Kampf des Glaubens fåm­pfen, und uns dereinst beigelegt werde die Krone der Gerechtigkeit, die du verheißen haft Allen, welche deine Erscheinung lieb haben.

Anbetung, Preis und Ehre sei dir, dem Vater, und dem Sohne, Jefu Chrifto, und dem heiligen Geiste. Amen.

Gehet nun hin im Frieden! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar, daß euer ganzer Geist samt Seele und Leib unsträflich bewahrt werde auf die Zukunft Jesu Chrifti, unsers Herrn. Amen.

Abendmahlshandlung.

Gebet von der Kanzel nach dem Schlusse des Festgebetes.

Andächtige und Geliebte!

Da uns Gott zum Genusse des heiligen Abendmahls ein­ladet, so lasset uns doch alle andern Gedanfen aus dem Sinne schla­gen, und den Herrn mit herzlicher Andacht um seinen Beistand und Segen anrufen:

Liebreicher Gott und Vater! Wir bitten dich, du wollest uns durch deinen heiligen und guten Geist beistehen zu würdiger Feier des Abendmahls deines Sohnes, unsers Mittlers und Erlösers. Begna­dige uns mit freudiger Versicherung der Verzeihung unserer Sünden, stärke unsern Glauben und befestige unsere Hoffnung, vermehre un­sere Liebe gegen dich und gegen den nächsten. Schenke uns ein freu­diges und findliches Zutrauen, einen heiligen Hunger und Durst, und eine inbrünstige Andacht.

Laß das große Werk unserer gnädigen Erlösung, laß Jesum Christum und sein Verdienst unser ganzes Gemüth einnehmen. Laß deine Liebe, die deines eigenen Sohnes nicht verschonet, sondern ihn für uns dahingegeben hat, unserm Geiste also vorschweben, daß wir nicht mehr uns selbst leben, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist.

Zugleich bitten wir dich auch, treuer und liebreicher Vater, daß du diejenigen Mitglieder unserer Gemeinde, welche wegen Krankheit oder anderer unvermeidlicher Hindernisse nicht mit uns zum Tische des Herrn gehen können, durch die Gnadenkraft deines heiligen Geistes stärkest, und sie die tröstliche Versicherung erfahren lassest, daß auch sie ohne das äußerliche Genießen des Brotes und Weines durch den wahren Glauben können des theuren Verdienstes Jesu und der feligen Früchte desselben theilhaft werden. Diesen lebendigen Glauben stärke