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Besondere Andachts-Übungen einer Hochlöblichen Sodalität der Herren und Bürger Wie auch Ledigen Standes-, Manns-Personen zu Mannheim, Unter dem Titul der Unbefleckten Empfängnis Mariae, In sich enthaltend die gewöhnliche Bet-Ordnung, Lob-Gesänger, Regeln und Abläß gemeldeter Sodalität
Entstehung
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Unterricht

gefündigt vom fiebenden Jahr bis ins zwölf te; was in seinen schon etwas mehr erwach fenen Jahren, und übrigem lebigen Stand, sonderbar da man noch nicht versprochen was re; was im Ehfland; was in diesem, jenem Umt oder Bedienung ic. Eben also kan eint lediger Handwerks- Gefell fich befinnen: wie hab ich mich verhalten, da ich noch bey meinen Eltern ware? wie in meinen Lehr- Jahren? wie in meinen Wander- Jahren? wie an dies fem, jenem Ort, wo ich gearbeitet? mit was für Personen bin ich umgangen? in was für Gelegenheiten, Gesellschaften bin ich kom men? ic. Sei versichert, wo etwas schwer ist, wird das Gewissen schon mahnen.

3. Belangend die Zahl seie zwar sorgfälz tig, sonderbar wann du in deinen vorigen Beichten gefehlt, doch nicht gar zu ångstig. Findest du die gewisse Zahl nicht, so setze, wie oft es ungefehr geschehen; wie lange Zeit du diese Gewohnheit gehabt; wie oft Du es alle Wochen mehr oder weniger gethan.

4. Wann du mit der Gewissens- Erfors schung fertig bist, suche dir eine bequeme Zeit aus, wo du deine General Beicht ablegeft, oder begehre vom Beichts- Vater, daß er dir eine solche bestimme. An einen hohen Fest, wo viele andere Beicht- Leut zugegen, da fchikt fichs nicht; dann durch dein längere Beicht würden nur andere verhindert. Ehe du aber

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