29
1) Giebst du nicht gleich, was ich verlange, So wart' und harr' ich mit Geduld; 2) Und wenn ich nichts von dir empfange, So geb' ich mir allein die Schuld. 1) Ich weiß, wie eitel und wie blind Oft menschliche Begierden sind. 2) Du weißt es, was mir nüßlich ist, Und giebst es, weil du gütig bist. 1) Mit meinem Stande wohl zufrieden Genieß ich dankbar dieses Brod, 2) Das deine Güte mir beschieden, gieb es mir bis in den Tod! 1) Des Nächsten Glück, sein schönes Kleid Erweckt in mir gar keinen Neid. 2) Du weißt es, was mir nüßlich ist, Und giebst es, weil du gütig bist. 1) Ich werde mich bei deinem Segen Nicht, wie es faule Menschen thun, 2) Auf Müßiggang und Wollust legen; Nein, meine Hand soll niemals ruh'n. 1) Denn streck ich sie zur Arbeit aus,
So träuft der Segen auf mein Haus. 2) Du weißt es, was mir nüßlich ist,
Und giebst es, weil du gütig bist. 1) Dir will ich gänzlich mich ergeben; Soll ich geehret, soll ich reich, B3


