Abbitte mit leihe an den Herz- JesuFreitagen und Monats- Sonntagen.
( Nach dem Geiste und den Offenbarungen der sel. Marg. M. Alacoque.)
göttliches Herz Jesu, Du hast uns Menschen so sehr geliebt, daß Du Dich selbst verzehrt und erschöpft hast, um uns Deine Liebe zu bezeigen. Mit derselben Liebe bleibst Du im allerheiligsten Sakrament des Altars bei uns gegenwärtig bis an's Ende der Zeiten, opferst Dich täglich für uns und gibst Dich uns zur Speise hin. Alles das thatest Du und thust Du fortwährend, und Du wolltest, wenn es möglich wäre, noch mehr thun, nur um unsere Gegenliebe zu erlangen. Allein die Herzen bleiben kalt und unempfindlich, und statt des Dankes empfängst Du in diesem Geheimniß der Liebe von den meisten nur Undank: durch Unehrerbietigkeit, Kaltsinn, Verachtung, ja selbst unwürdige Communionen. Was aber dein Herz, o liebreichster Erlöser, am empfindlichsten kränken muß, ist dies, daß es selbst Dir geweihte Herzen sind, welche so gegen Dich verfahren. Und zu unserer größten Beschämung müssen wir gestehen, daß leider auch wir zu der Zahl dieser Undankbaren gehören.


