Abendgebeth am Kommuniontage. 35
tett, und voll froher, seliger Hoffnung. O segne du selbst die besseren Vorsåße, die ich heute gefaßt, und erhalte, o erhalte mir die heitere Stimmung der Seele, die ich der heiligen Gnadenanstalt vers danke, an der ich Theil genommen habe.
Du aber, großer, göttlicher Erlöser der Welt, der du einst auch für mich entbehrtest, kämpftest, littest und starbft! wie kann ich dir vergelten, was du an mir gethan bast? wie kann ich dir würdig genug dafür danken, daß ich heute durch die Feyer deines Todes und den Genuß deines heiligen Mahles von neuem über die Beschwerden der Erde ges tröstet, zur Ertragung meiner Leiden gestärkt, im Vertrauen zu Gott befestigt, für Wahrheit, Recht und Tugend begeistert, und zu der seligen Hoff nung der Unsterblichkeit erhoben worden bin? O laß dir wohlgefallen den schwachen Dank, den ich dir für deine Liebe stammle, und bleibe mir stets gegenwärtig mit deiner hohen Tugend, deiner reinen Herzensgüte und deinen Verdiensten um mich), mit deinen Leiden und deinem Tod. Sey mein Vorbild in allem, mein Leitftern auf der Bahn des Guten, mein Trost in den Tagen des Kummers, und einst meine Hoffnung und Stärkung in der Stunde, wo ich von dannen scheiden muß. Lockt mich die Sünde vom rechten Wege ab: so rette ein stiller Hinblick nach dir meine Unschuld und Tu


