18
Morgengebeth am Kommuniontage.
soll ich an demselben das Gedächtniß meines göttlichen Erlösers; vergegenwärtigen soll ich mir den Heiland der Welt mit seinen unsterblichen Verdiensten, mit feinen großen Leiden und seinem heiligen Versöhnungstode, und das Mahl der Liebe halten, das er aus Liebe zu seinen Bekennern eingefeßt hat. Ich soll mich dabey mit ihm auf das innigste vereinigen; er soll einkehren ben mir, und durch die Kraft seines Evangeliums in mir wirksam senn; gestärkt durch ihn, soll ich mich des Lebens von neuem erfreuen, getrosten Sinnes zu meinem mit mir versöhnten Vater im Himmel blicken, mich über die Beschwerden und Leiden der Erde beruhigt, zu erfreulichen Hoffnungen erhoben, und zur Tugend und Frömmigkeit begeistert fühlen. O du, der du deinen Sohn auch zu meiner Erldfung gefandt haft, verleihe mir daben deinen guten Geist, damit ich das Gedächtniß seiner Leiden und seines Todes auf eine würdige Weise feyern möge!
sepe
Was ich Jesu und seiner heiligen Lehre an Erleuchtung, Ermunterung, Troft, Beruhigung und Stärkung zu verdanken habe, will ich heute mit aller Sammlung meines Geistes und Gemüthes überlegen. Er hat auch mich von Unwissenheit und schädlichen Frrthümern befrent, und mich aufgeFlärt über die wichtigsten und heiligsten Angelegenheiten des Herzens und Lebens; er hat mich den,


