Selbstprüfung vor der Beicht in der Kirche.
ter zu werden? Lag mir die fittlich)- religiöse Verz edlung meines Wesens sters als die höchste Angelez genheit meines Lebens am Herzen? Habe ich auch die Gelegenheiten, die du mie gabst, meine Kenntnisse und Einsichten zu erweitern, im Euten zu wachsen, und deine großen Zwecke auf Erden zu befördern, treu und redlich benutzt? Habe ich immer zuerst getrachtet nach deinem Reiche und nach Deiner Geredigkeit, o Gott? Oder haben sinnli che Zerstreuung und Luft den bessern Menschen in mir betäubt meinen Blick vom Himmtifchen, unsichtbaren, Heiligen und Ewigen abgelenkt, mich zu sehr an das Freiſche und Vergängliche gefesselt, und mich das Eine vergeffen laffen, was noth ist? Merkte ich auch auf die vielen Winke, die du mic in Rucksicht meiner Befferung gabst, und machte ich von den Mitteln, die du mir bey den Geschäf te meiner fitilichen Verboukommnung darbotheft, einen gewissenhaften Gebrauch? Oder sah ich leichts finnig über dieß alles hinweg, und folgte mehr den Antrieben meiner Sinnlichkeit und der verführerischen Lockstimme einer verderbten Welt? Gabich mich gern dem wohlthätigen Einfluffe und den Erz munterungen der Religion hin? nahm ich gern und oft Theil an religiösen Anstalten und Uebungen der Frömmigkeit? fuchte ich besonders den Geist des Evangeliums immer näher kennen zu ters


