Morgenlieder.
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Erde, wo mich Gefahr und Noth
umringt, und täglich mehrere Am ersten Tage des Jahres. Beschwerde zu Klagen und zu Mel. Aus meines Herzens Grunde
Thränen zwingt. Ich hoffe Lind- 8. Des Jahres erster Morrung meiner Pein, und noch gen soll dir, Gott, heiz trifft nicht mein Hoffen ein. lig sein; ich will mich, frei von 3. Herr, eile mir doch beizu- Sorgen, nur deiner Güte freun. stehen; verlaß den müden Wand- Bis hierher halfft du, Herr! rer nicht! Mein Vater, neige, Lobsing ihm, meine Seele! auf mein Flehen, zu mir dein Lobsing ihm und erzähle, wie freundlich Angesicht. Gieb mir treu, wie gut ist er!
Geduld und bei dem Schmerz 2. Ich überschau die Pfade ein hoffend und zufriednes Herz. der kurzen Pilgerschaft. Nah', 4. Noch ist das Schicksal mir Gott, war deine Gnade, nah' verborgen, das diesen Tag mich war mir deine Kraft. Du leis treffen soll; doch laß ich dich, tetest zum Ziel mich auf so mein Vater, sorgen; du kennst sanften Wegen, verliehst mir und liebst mein wahres Wohl, deinen Segen und großer Freuund was dein Rath beschließt den viel. und thut, ist heilig und gerecht und gut.
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3. Und gegen diese Freuden ( o wer, wer zählet sie?) was 5. Soll ich die Last noch län- sind die kurzen Leiden? was ist ger tragen; ich halte deiner Fü- des Lebens Müh? Am Abend gung still, und will hier, wie war mein Herz oft voll von mein Heiland, sagen: wie du, Gram und Gorgen; und mit Gott willst, nicht wie ich will. dem neuen Morgen verschwand Ja, Vater, laß mich in der mein Gram und Schmerz. Pein geduldig so wie Jesus sein. 4. So war, Gott, deine Rech= 6. Hab' ich des Lebens Last te stets meine Zuversicht; durch empfunden, so rückt mein Ende Tage, wie durch Nächte warst einst herbei; dann hab ich selig du mein Heil und Licht. Wie überwunden und bin von aller thatst du mir so wohl! Wohin Trubsal frei, und du giebst mir, ich geh' und trete, ist jede, jede o Gottes Sohn, den theu'r er- Stätte von deiner Güte voll. worbnen Gnadenlohn.
5. Gott, dir gebühret Stärke 7. Gestärkt durch diesen ho- und Preis in Ewigkeit! Groß, hen Glauben tret' ich auf mei groß sind beine Werke, groß nen Lebenspfad. Herr, stärke, deine Freundlichkeit! Ich will stårke meinen Glauben, wenn mein Lebelang dich preisen, einst der Tod sich zu mir naht. dich erhöhen, und einst mein Vielleicht erscheint er heute mir; letztes Flehen sei noch dein Lobwohl mir! ich leb' und sterbe dirgesang.
Met.


