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Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern
Entstehung
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Allgemeine

2. Pag nie gefühllos uns, Herr, deine Huld verkennen! Bon wahrer Dankbarkeit laß unser Herz entbren: nen! Mach' uns gehorsam dir, mach' im Beruf uns treu, daß unser Wan: del dir stets wohlgefällig sey!

Allgemeine

Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen zc.

37. Bis hieher halfft du mir, mein Gott! Du halfft mir aus so mancher Noth. Wie manche blieb mir unbe­kannt, die du von mir, Herr, abge­wandt!

2. Sum frohen Aufenthalt allhier gabst du so manche Freuden mir; und immer noch ist deine Treu', mich zu beglücken, täglich neu.

3. D'rum wart' ich ferner auf dein Heil. Ein gut Gewissen sey mein Theil, das hier des. Himmels Bor schmack ist, und einst mein Ende mir versüßt.

4. Dein Wort sey meines Lebens Licht! So täuscht der Erde Glück mich nicht. Die Belt mit ihrer Lust vergeht; wer deinen Willen thut, besteht.

5. Hilf, daß ich meiner Pflicht ge= treu, und gern dem Nächsten nüßlich fev; mich freue mit den Fröhlichen, und weine mit den Weinenden.

6. Zum Wohlthun sey mein Herz bereit, zur Sanftmuth, zur Ber­föhnlichkeit: so bring' ich christlich und in Ruh' auf Erden meine Tage zu.

7. Im Glück gib mir Bescheidenheit, ein Herz voll frommer Dankbarkeit; im Unglück schenke mir Geduld, und Trost an deiner Baterhuld.

8. Was sonst mir könnte nüglich seyn, siehst du, mein Gott, am besten ein! D'rum bin ich ruhig und ver­gnügt bei Allem, was dein Rath ver­fügt.

Bitten.

3. Wenn deine Huld uns schon auf Erden so veglücket, wie wird uns seyn, wann uns dein Himmel einst entzücket! Führ uns dahin, und laß uns da dein Antlig seh'n; dann wird dich uns ser Dank in Ewigkeit erhöh'n!

9. Du, Herr, bist meine Zuversicht! Entzieh' mir deine Gnade nicht, und schließt sich hier mein Lebenslauf, so nimm mich in den Himmel auf.

10. Da wechselt nicht mehr Freud' und Leid; da find' ich). bis in Ewig­

Bitten.

Eigne Melodie. auch meine Seele freut sich dein, daß 38. Du, des fich alle Himmel fren'n, du, du selbst, der ewig ist, Herr, Herr! daß du mein Vater bist! Mein Ba ter bist!

2. Weit, über unser Stammeln, weit geht deines Namens Herrlichkeit; ihn heilige von Lieb' entbrennt, wer deinen großen Namen nennt, unends licher!

dir gleich? Die Welten alle sind dein 3. Du herrscheft; Gott, wer herrscht Reich. Am väterlichsten herrschest du durch Christum! Giv uns Christi Ruh': Du bist versöhnt!

4. Der du dich uns durch ihn ents hüllst, das nur ist selig, was du willst! Dein Will', o Liebender, gescheh' auf Erden; in der Himmel Höh', du Lies bender!

5. In unsers Leibes kleinern Noth fey mit uns! Gib uns unser Brod! Labst du den Leib; schickst du ihm unser Herz! Erhalt uns dir! Schmerz: froh, still, voll Dank sey

6. Bergib uns unsre Missethat, die, Bater, dich erzürnet hat; wie wir, vom Haß des Bruders rein, Beleidi gungen ihm verzeih'n! Erbarme dich!

7. 3u schwer sey die Bersuchung nicht. uns leucht', Erbarmender, dein Licht, wann uns der Fluch der Sünde schreckt, und Nacht vor uns dein Antlitz deckt, Erbarmender!

8. Erlöp, erlöf uns, unser Gott, aus dieser und aus aller Noth! Laß sterbend uns dein Herz erfleh'n, und ein zu deiner Ruhe geh'n, Gott, dem wir trau'n.

9. In deines Himmels Heiligthum, auf deiner Erd' erschallt dein Ruhm! Du bist der Herr der Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gelobt seyst du!

Mel. Es ist ein Gott! Vers ftumme 2c.

stört, das Glück, das sich beständig 39. Gott, deine Güte reicht so weit,

neprt.

so weit die Wolken gehen; du krönt