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196.
1. Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher,
Rheinweinlied. 201
3.
:,: Und trinkt ihn fröhlich leer!:,: In ganz Europia, ihr Herren Zecher!
:,: Ist solch' ein Wein nicht mehr.:,:
2. Er kommt nicht her aus Ungarn, noch aus Polen,
:,: Noch wo man franzmänn'sch spricht;:,:
Da mag Sanct Veit, der Ritter, Wein sich holen, :,: Wir holen ihn da nicht.:,: 3. Ihn bringt das Vaterland aus seiner Fülle;
:,: Wie wär' er sonst so gut!:,: Wie wäre er sonst edel, wäre stille,
:,: Und doch voll Kraft und Muth!:,:
den Rhein,
:,: Bei einer Frau Wirthin da kehrten sie ein.:,:
2. Frau Wirthin, hat sie gut Bier
und Wein?
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:,: Wo hat sie ihr schönes Töchterlein?":,:
197. Der Wirthin
Töchterlein.
1. Es zogen drei Burschen wohl über 6. ,, Ach lebtest du noch, du schöne
Maid!
Mein Bier und Wein ist frisch klar;
:,: Mein Töchterlein liegt auf der Todtenbahr!":,:
4. Und als sie traten zur Kammer hinein,
:,: Da lag sie in einem schwarzen Schrein.:,:
4. Erwächst nicht überall im deutschen Reiche;
5. Der erste schlug den Schleier zurück :: Und schaute sie an mit traurigem Blick::,:
:,: Und viele Berge, hört,:,: Sind, wie die weiland Kreter, faule Bäuche,
:,: Und nicht der Stelle werth.:,:
5. Am Rhein, am Rhein, da To wachsen unsre Reben, :,: Gesegnet set der Rhein!:,: Da wachsen sie am Ufer hin und geben
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:, Uns diesen Labewein.:,:
6. So trinkt, so trinkt, und laßt uns allewege
und fröhlich sein!:,: wir, wo Jemand traurig läge, :,: Wir gäben ihm den Wein.:,:
:: Uns freu'n Und wüßten
:,: Ich würde dich lieben von dieser Zeit!":,:
7. Der zweite deckte den Schleier zu
Und kehrte sich ab und weinte dazu::,:
8.„ Ach, daß du liegst auf der Todtenbahr!
:,: Ich hab' dich geliebet so manches Jahr!":,:
9. Der dritte hub den Schleier sogleich :,: Und küßte sie auf den Mund so bleich::,:
10. ,, Dich liebt' ich immer, dich lieb' ich noch heut', :,: Dich werde ich lieben in Ewigkeit!":,:


