IIO Am 18. Sonntage nach Trinitatis:
Evangelium am 18. Sonntage nach Trinitatis, Matth. XXII. v. 34. bis 46.
Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadducdern das Maul gestopft hatte, ver sammleten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das fürnehmste Gebott im Gefeße? JEfus aber sprach zu ihm: Du sollt lieben GOtt deinen HErrn von ganzem Herzen, von ganzer Seelen, und von ganzem Ge mithe. Diß ist das fürnehmste und größte Ge bott. Das andere ist dem gleich: Du sollt dei nen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen zweyen Gebotten banget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisder beyein ander waren, fragete sie JEfus und sprach: Wie dünket euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ih nen: Bienennet ihn denn David im Geist ei nen HErrn? da er saget: Der HErr hat ge fagt zu meinem HErrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Sche mel deiner Füße. So nun David ihn einen HErrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte. hm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.
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