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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Joh. Herrmann, Paul Gerhard, und andere seine Werkzeuge [...] gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfürstl. Brandenburgischen Landen bekandt [...] / nebst Einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Kirchen- Gebete.

Erhalte unter uns die Pre- regieren und führen, daß wir su digt 2c. c. fiehe pag. 41.

5. Am Himmelfahrts­Fefte.

chen was droben ist, wo unser Heiland Christus ist, und nicht mehr so trachten nach dem, was auf Erden ist: Vergib uns aus Gnaden, um Deines lieben GOTT! himmlischer Sohnes willen, was wir hierin Bater! wir erheben billig bisher versehen, und lehre uns Deine groffe Güte für das auf Erden so unsern Wandel im menschliche Geschlecht, und lo- Himmel haben, daß wir alle mit ben und rühmen Deine Liebe Freuden allezeit mögen erwar­gegen uns; daß, da wir das ten der seligen Hofnung und Paradies durch die Sünde ver- Erscheinung der Herrlichkeit loren in dem ersten Adam, durch des grossen GOttes und unsers den zweyten Adam JESUM Heilandes Jesu Christi. Christum unsern HErrn, wieder­

Herr

Err

um haben erlanget einen Ein- Erhalte unter uns die Prea gang und Zugang zu deinem digt 2c. 2c. siehe pag. 41. himlischen Reich! Ja, weil unser

Heiland von der Erden aufgeha- 6. Am Pfingst. Tage.

ben vor seiner Jünger Augen, Heiliger GOtt und Bater

und auf

in

der

Himel gefahren, uns die Ståtte in einem Lichte, dazu niemand zubereitet, vor dir uns nun ber- fommen kann, und bey welchem tritt, und zu deiner Rechten sikt; nicht ist irgend eine Verände­so vertrauen und glauben wir rung noch Wechsel des Lichts, seiner theuren Verheiffung, daß von dem auch nur herkommen Er wieder kommen und uns zu alle und jede gute und vollkom­sich nehmen wird, daß wir seyn, mene Gaben: Wir loben dich wo Er ist, allezeit und ewiglich. herzlich, für die herrliche Ga­Wir bitten dich herglich, lie- be, die du denen Aposteln dei­ber himmlischer Vater! wie Ernes lieben Schnes, an dem Ta­zu dir aufgefahren, als zu seinem ge der Pfingsten, insbesondere GOtt, und zu unserm GOtt, als geschencket, da sie nach dem zu seinem Vater, und zu unserm Befehl ihres HErrn und Mei­Bater, ach! so wollest du våtersters einmüthig beysammen lich uns durch deinen Geist stets waren, und im Gebet und Fle hen

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