Druckschrift 
Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Joh. Herrmann, Paul Gerhard, und andere seine Werkzeuge [...] gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfürstl. Brandenburgischen Landen bekandt [...] / nebst Einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Kirchen- Gebete.

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hin kommen, da man Dir singt sich lassen binden als einen Mis das neue Lied in dem neuen Je- sethäter, damit wir von Sun­rufalem, da Du alles neu den entbunden und fren wür­machen wirst, droben in demiden. Er hat Schmach, Spott Himmel. jund Schande erlitten, daß wir Erhalte unter uns die Pre- unserer Sünden halber nie zu digt zc siehe pag. 41.

Schanden werden dürften. Er list darauf zum Tode gant un­Ifchuldig veruttheilet, damit un sere Schuld würde getilget, und

Heiliger und gerechter GOtt! wir vor Dir leben könnten. Er

wie können wir Dir genug- ließ seinen heiligen Leib an das sam dancken für deine unaus- Creut annageln, damit also die sprechliche Gnade? da wir durch Hand. Schrift unserer Sun­die Sünde alle Kinder des den würde abgethan. Er ist Zorns und auf ewig verloren an dem verfluchten Holke gar waren, auch uns selbst nicht ra- zum Fluch für uns worden, da­then oder helfen konnten aus mit wir möchten werden die Ge­dem groffen Elende; daß Du, segneten des HErrn. Er hat in heiliger GOTT! gleichwol ei Höllen- Angft geklaget: Mein ne Versöhnung für uns Sün- GOtt! Mein GOtt! warum der erfunden haft in Deinem hafst Du mich verlaffen! daß eingebornen Gohne, und den wir nimmermehr verlassen wür. felben uns dargestellet, zum beden. Endlich hat Er im Tode ständigem Gnaden Throne: Ja sein Blut für uns vergoffen, Du hast nicht verschonet dieses damit uns sein Blut reinige Deines eingebornen Sohnes, von allen unsern Sùnden, und fondern denselben für uns alle wir also mit Dir verföhnet dahin gegeben. Er hat an, im Leben, Leiden und Ster­fich genommen unser armes ben mögten versichert seyn, Fleisch und Blut, damit Er un- daß wir durch Ihn ewig fol fere Sünde möchte tragen in ten selig werden.

unferm Fleische. Er hat blu-! Laß denn, lieber Vater! auch tigen Schweiß geschwißet in uns alle zusammen in diesem feiner gröffesten Todes- Angst, Deinem lieben Sohne, um sei­damit wir in Ihm Friede, Trost nes Leidens und Sterbens wil­und Freude erlangten. Er hatllen, vor Dir Gnade finden, daß auch

3. Am so genannten

Char Frey age.

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