Vorrede.
fannt, die können die anmuthigste erwählen, und die übrigen Gefange auch nach derselben singen. Das andere Register ist über die Lieder, fo im Gesang Buch stehen, da die erste Zahl die Numer der Melodeyen, die andere aber das Blatt, wo das lied zu finden, anzeiget.
Sind Fehler oder sonst etwas darinnen, daß jemand anstößig; so wot: es der geneigte Leser aufs, beste erklären und anzeigen, man versichert, de bep künftigen Verlag alles geändert und gebeffert werden soll. Weil del einige Zweck dieser Arbeit ist, dem Nächsten zu dienen und zu bessern.
Mein Wunsch dabey ist, daß dieses Buch gleich den glüenden Kohlen vom Altar des HErrn seyn möge, also, daß alle Hertzen, die es im Gebrauch berühren, davon gluend und zum Göttlichen Lobe und zur rechten JEfus- Liebe entzündet werden! Ja ich feufße mit dem sel. Hrn. D. Spener in seinen Theologischen Bedencken Part, IV. p. 323. Der HErr, HErr, dem alles Lob gebühret, wolle alles zu dieses zwecks Erreichung richten, alles dahin zielende Dornehmen segnen, sonderlich aber, so oft wir uns auch zum Singen vor sein Ange ficht stellen, unsere Sergen mit derjenigen Kraft des Geistes erfüllen, daß alles, was wir singen wollen, erst in unfern Bergen lebendig sey, und diese mit himmlischem Seuer entzündet werden mögen, damit, was wir als dann mit der Zunge singen, ein süffer Ton vielmehr in seis nen, als der Menschen Ohren, mehr im Simmel, als auf Erden schalle, als ein wahres Vorspiel jener ewigen Har monie werde, hingegen aller Orten das unandachtige Ges plårr der Lieder aufhöre, und dieser wahren Frucht des Geistes Plan gebe! Halleluja! Das verle he uns allen aus Gnaden die heilige hochgelobte Dreyeinigkeit, und leffe uns endlich dahin kommen, wo wir ohne Aufhören recht singen werden:
Heilig, Heilig, Heilig heißt BOLT der Vater, Sohn und Geist.
Halleluja! Ey ja, wåren wir da! Amen.
Berlin, den 2. Januari Anno 1728.
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Johann Porst.
Bom


