Druckschrift 
Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Joh. Herrmann, Paul Gerhard, und andere seine Werkzeuge [...] gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfürstl. Brandenburgischen Landen bekandt [...] / nebst Einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Denn wer Danck opfert, spricht GOtt, der prei­set mich, und das ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil GOttes. Pf. 50, 23.

Ein föstlich Ding ist folches Dancken und Lobsingen, dieweil alle Kinder GOttes dasselbe zu allen Zeiten für ihren höchsten Dienst und Gebühr geachtet, und darinnen ihr höchstes Vergnügen ge­fucher. So haben die heiligen Engel, als Kinder GOttes, von dem ersten Anfange ihres Wesens an, GOtt Lob gefungen, Hiob 38, 7. und thun solches noch immer ohne Aufhören. Pf. 103, 20. 21. Efa. 6, 2. 3. Offenb. 4, 8. Die Juden halten dafür, es habe schon Adam die en 92sten Psalm am ersten Sab­bath nach der Schöpfung gesungen. So man da hin gestellet seyn låsset: Das aber ist gewiß, daß alle gläubige Kinder GOttes dieses ihr Haupt­Werck seyn lassen, wie sie dieses köstliche Ding üben, und ihrem GOtt ohne Unterlaß lobsingen mögen. Pf. 34, 2. Pf. 33, 1. Sir. 47, 9. 10.

Ein köstlich Ting ist folches Dancken und Lobsingen, dieweil die Gläubigen eben dadurch im­mer mehrere Gnade, Segen und Wohlthaten von GOtt erlangen. Wovon ein alter Lehrer gefaget: Für sich bedarf GOTT unsere Dancksagung nicht, sondern er erfordert sie nur, daß wir ihn dadurch reißen, uns desto mehr Gutes zu thun.

Endlich so ist die es Dancken und Lobsingen ein köstlich Ding, tieweil es, dasjenige ist, welches

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