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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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Gebete bey verschiedenen Umständen.

wolltest fommen lassen, daß doch alles zu meinem Besten von dir wird gelenket werden.

Hier bin ich denn, mein Vater! Mit allem was ich bin und habe, ergebe ich mich in deine gute Vaterhand, und überlasse mich deinem Schuß. Bewahre mich und die Meinigen, und alle Menschen! Behüte die Früchte des Landes; und segne uns an Geele und Leib mit deinen Gütern. Gott, tröfte uns! Laß leuchten dein äntlig über uns, so genesen wir. Amen.

Danksagung nach dem Ungewitter.

Du hast, o Herr, aus Gnaden von uns den Schaden abgewendet, den dieses fürchterliche Werter hätte anrich­ten können. Lob und Dank bringt dir unfer Herz: denn von dir allein kommt diese Hülfe. Stets wollen wir daran gedenken, daß du alles gebrauchen kannst, um uns auch auf harten Wegen an deine allwaltende Regie­rung der Dinge zu erinnern. Immer wollen wir in dei­ner Furcht wandeln, deine heilige Gebote nicht aus der Acht lassen, und durch deine Gnade unser Gewissen vor der Schuld muthwilliger und vorsätzlicher Sünden forge fältig bewahren. Immer wollen wir dich lieben von gan­zem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüth. Das sind wir deiner schonenden Güte schuldig; diese chriftliche Gesinnung wird auch unsre Seelen mit Hof­nung, Ruhe und Muth in jeder Gefahr erfüllen. Herr, immer fen uns deine Hülfe nahe, und deine mächtige Hand schüße uns. Amen.

BOUFF

Seufzer eines Kranken.

Vater meines Lebens! Gott alles Troffes! du liebeft mich mein Gort, wenn ich gleich Beschwerden zu tragen habe! mich deiner Vaterliebe nicht vergessen! Alles Leiden, as von dir herkömmt, ist mir heilsam; um so viel heils amer, je a eduldiger ich bin. 23ie viel mehr hätte ich u leiden verdient! Aber du bist barmherzig! Und hast

meiner