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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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Beicht und Communion Gebete.

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ich es nicht böse gemeinet, sondern etwas Gutes vorges nommen habe, ist es dennoch nicht ohne Schwachheit geschehen; auch meine besten Werke find mit Unvoll. kommenheit beflecker. Was soll ich nun sagen? und wie kann ich mich rechtfertigen? Soll ich mich mit meiner Unvermögenheit entschuldigen? Sie ist groß, doch hätte ich durch deine Gnade viele Sünden vermeiden können, die ich begangen, und viel Gutes thun können, das ich versäumer habe. Darum will ich die Saft meiner Ueber­tretungen durch vergebliche Entschuldigung nicht noch größer machen: vielmehr bekenne ich dir meine Sünden und verhehle meine Missethat nicht. Bater! ich habe.

gefändiget im Himmel und vor dir, und bin fort nicht werth, daß ich dein Kind heiße. Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wefen gefällt; wer böse ist, blei­bet nicht vor dir. Ja, Herr, allmächtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht! Wo soll ich mun hingehen vor deinem Geist? und wo soll ich hinflichen vor deinem Angesicht? Ich fliche zu dir selbst, und senke mich in den Abgrund deiner Erbarmung, weil ich weis, daß, so gerecht du bist gegen die Unbußfertigen, so groß ist deine Barmherzigkeit gegen die, welche sich zu dir be­kehren. Darum komme ich mühselig und beladen, mit reuigem und wehmuthvollem Herzen! meine Seele dür­ftet nach deiner Gnade, o lebendiger Gott! Erquicke sie um deiner Gute willen, und sprich zu ihr: du sollst le­ben. Stelle mir meine Sünden jest noch in der Gna­denzeit so vor die Augen, daß ich sie recht erkenne und bereue, damit sie mir nicht an jenem großen Gerichtstag zur ewigen Schmach und Verdammniß werden. Er­weiche mein Herz; wirke selbst in mir eine ungeheuchelte Buße, und einen wahren, lebendigen Glauben. Ver­gieb mir meine Sünde, und sprich mich loß von der Strafe, die meine Missethat verdienet hat. Ich ergreife deine Gnade, die du mir durch Jesum erwiesen hast, mit fester Zuversicht: laß mich nicht verlohren werden, son­dern führe mich zum ewigen Leben durch Christum, meis nen Hohenpriester, und Versöhner. O Vater! befrie. dige