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foftbares Kleinod verlohren, welches fie allenthal. ben umsonst gesucht; sobald sie aber ihre Zuflucht zu dem H. Antonii genommen, und ihm zu Eh, ren eine H. Meß lesen lassen, hat sie das Kleinod in dem gewöhnlichen Kaften wieder gefunden, ihr Söhnlein aber hat ausgesagt, er habe in der Kam. hier einen Klostergeistlichen gesehen( vermuthlich. den H. Antonii) so dieses Edelgestein in den Ka ften gelegt habe.
5. Ein vornehmer Herr zu Neapel wurde von seinem Diener sehr bestohlen, dieser zu entgehen der Lebensgefahr, bestieg ein Schiff, um mit noch einem feines Gleichen nach Sicilien zu fahren, aber das Schiff wurde gåhling also geangstiget, daß der andere im Meer erfoffen, der Dieb aber wurde von unversehener Hand bei dem Haar er. griffen unter diesen Worten: Gieb zuruck was du deinem Herrn entzogen haft; auf einmal. befand er sich am Gestatt, allwo eben gedachter Herr aus Anordnung des H. Antonii, dem zu Eh. ren er etliche heilige Messen hatte lesen laffen, fich aufhielte, welchem sich der Thater zu Füßen ge. worfen; hat also der Herr sein entwendetes Geld, und der Knecht sein Heil wieder erlanat..
6. Einem Edelmann ist ein mit foftbaren Edels gestein besegter Ring ins Meer gefallen, er nahm seine Zuflucht zum H. Antonii, begehrte das Ge. beth von den Seraphischen Brüdern, schickte ih. nen nachmals zur Erkenntlichkeit ins Konvent ei nen Fisch, in welchem, da er geöffnet wurde, der verlohrne Ring gefunden werden.
7. Anno 1747. ift zu Efte eine Stadt in Ita lien durch Hilf und Fürbitt des Antonii von Padua ein erstaunenswürdiges Mirakel, geschehen an einer Frau Namens Katharina, diese nachdem fie nach ihrem Kindbett große Leibeschwachheiten


