Die offene Schuld.
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kindlichen Tagen an bis auf dieſe Stunde oft und viel gesündiget babe mit Gedanken, Worten und Ber. ken, mit Unterlassung vieler guten Berke, wie dann solches alles geschehen ist, heimlich oder öffentlich, wissentlich oder unwiffentlich, wider die zeben Gebothe, in denen sieben Todsünden, an denen fünf Sinnen meines Leibs, wider Gott, wieder meinen Náchsten, und wieder das Heyl meiner armen Seele: folche und alle meine Sünden sind mir leid und reuen mich von Grund meines Herzens. Bitte darum demüthiglich dich ewigen barmherzigen Gott! du wollest mir deine göttliche Gnade berleiben, mein Leben fristen so lang, bis daß ich bier alle meine Sünden moge beichten und büssen, deine gót. liche Huld erwerben, und nach die, sem elenden Leben die ewige Freud und Geligkeit erlangen. Derohal ben klopfe ich an meine fündiges Herz, und sprich mit dem offenen Sünder,
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