des Herzens zc.
doch aber auch gar zu gewiß, daß ich mit den Gesinnungen, die ich mit mir aus dieser Welt nehme, in der zukünftigen fort. leben werde, und wie meine Aussaat ist, so auch die Erndte für mich seyn wird. Ståts sey mir also der Zuruf Jesu Chrifti ers innerlich: Selig sind, die reines Herzens sind, die Friedfertis gen, die Sanftmüthigen, die ein aufrichtiges Verlangen haben, gut zu seyn, und so nach der Gerechtigkeit hungern und dursten! Das erwecke mich, mein Herz von allem dem loszureissen, was es noch an das Irroische fesselt, noch so viel Gutes zu thun, als ich kann, und allen um mich her durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch frohe Erwartung des Zukünftigen ers wecklich zu werden. Dann tröste mich, o Gott, deine Liebe; dann fey mir die Nacht des Grabes nicht fürchterlich; dann laß mich in der ruhigen freudigen Gefinnung beharren: Herr, ich warte auf dein Heil! Amen.
31
2. Cor. 4, 17. Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maaße wichtige Herrlichkeit.
19. Abendgebet eines Kranken.
Pf. 146, 2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin.
Groffer und welfer Beherrscher des Himmels und der Erde, mein Gott und mein Vater! auch im Leiden, und Trůbsal, und tiefen Gefühl der Schmerzen mein Gott und mein Vater! auch in meiner Krankheit auf meinem Lager erfahre ich den großen Reichthum deiner Güte, und der Erbarmung; Wer gab mir an diesem Tage Augenblicke der Ruhe, der Erholung und der herzstärkenden Erquickung? Wer neigte das Herz der Umstehen. den und der Mitleidenden mir zu? Wer sandte mir Aufmuntes rung durch ihre Lehren, Beistand durch ihre Liebe, Aufrichs tung meines Gemüths durch ihre Fürbitte, und kräftigen Trost in meine bekümmerte Seele? Wer stårkte meinen Glauben an dein Wort, meine Ergebung in deinen Willen, mein Vertrauen auf dels ne Hilfe? Wer anders als du, und bein guter Geist, mein Gott und


