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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch der Reformirten Gemeinden in Kurpfalz
Entstehung
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Undachten und Erweckungen

den Reichen und den Armen gemacht; Du hast das Loos dei ner Menschen mit våterlicher Weisheit verschieden ausgethels let; Du hast den einen dem andern unterthan gemacht, und zum brüderlichen Schuz empfohlen. Vater! so gering ich auch immer bin, ich freue mich deiner Liebe, und werde froh meines Daseyns. Jch bete an deine Fürsehung, und unters werfe mich deiner göttlichen Ordnung; Ich widme mich dem Stande, zu dem du mich berufen hast, und finde darin Stof, dich kennen zu lernen und mich zu vervollkommnen. Jch danke dir, daß ich lebe, und gesund und stark bin; Wte groß, und von manchem unerkannt sind diese Segnungen! daß es mir erlaubt ist, mein Gebet vor dir auszuschütten, und dich als meinen Vater anzurufen, und daß auch ich durch die Pre digt deines Evangeliums berufen bin, zum Licht, und zur Lebendigen Hoffnung der seligen Unsterblichkeit. Verzeihe mir Vater! wenn ich jemal über meinen niedrigen Zustand ge murret, oder Vornehmere und Reichere beneider habe; Vers zeihe mir alle Fehler des Unverstandes, und der Unzufrieden heit, die ich oftmals begangen habe oder noch begehe: Bo freie mich von der Knechtschaft der Sünde und mache mich zu einem frommen Diener der Zugend, zum frohen Beobachter deiner Gebote. Laß mich die Pflichten meines Standes recht erkennen, von Herzen lieben, und redlich erfüllen, damit ich nach deinem Befehl meine Herrschaft aller Ehren werth halte, und mich bemühe, derselben in allen Dingen treu und nüzlich zu seyn, nicht zu widersprechen, nichts zu entwenden, sondern ihren Vortheil bestens zu suchen und zu beförderen. Bewahre mich vor Stolz, Uebermuth, Ueppigkeit und Prachtliebe; bes wahre mich vor ungerechten Begierden und unbescheidnem Stres ben nach hohen Dingen, nach Schein und aufferem blendenden Schimmer: Laß weder die Liebe dieser Welt, noch die thörichte Neigung zu Lotto- und Glücksspielen sich meiner Seele bemächs tigen, mich zur Ungerechtigkeit verleiten, und mich in den Ab grund des Elends stürzen. Laß mich alle und jede böse Gesellschaft fliehen, und die unvermeidliche Gesellschaft der Gottlosen weder meinen Sipn und Gedanken anstecken, noch meine Sitten vers

derben.