:( 156)
Ihr sahet dort das Brot ihn brechen, Ihr hörtet ihn mit Liebe sprechen: Dieß nehmt vor meiner Himmelfahrt.
3. Dieß ist mein Leib, denn will ich schenken, Es sey zu meinem Angedenken.
So oft ihr, Freunde, dieses thut, So oft ihr dieß Geheimniß handelt, Wird Brot und Wein, wie jetzt, verwandelt In eures Meisters Fleisch und Blut.
4. O Abgrund unbegriffner Güte! Wars nicht genug in einer Hütte
Für uns das Licht der Welt zu seh'n? Die Zeit von mehr als dreyßig Jahren Berachtet, arm und in Gefahren Mit Undankbaren umzugeh'n?
5. Die Kranken nicht genug zu heilen, Trost, Rath Gesunden zu ertheilen,
Der Weisheit Lehrer uns zu seyn? Für uns in frecher Henker Händen Das Leben und die Qual zu enden, 159 Uns von der Hölle zu befrey'n?
6. Onein! Gs wallen neue Triebe Der ewig uns verheißnen Liebe
In unsers Heilands treuer Brust.


